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Zukunft: Autonomes Wohnviertel

Zukunft: Autonomes Wohnviertel

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In Almere, einem Vorort von Amsterdam, entsteht ein neues ökologisches „Dorf“, das alle bisherigen Vorstellungen von Wohnen und Ökologie sprengt. Ein Modell für zukünftige Siedlungen, wie sie auf der ganzen Welt geplant sind.

Stellen sie sich ein Wohnviertel vor, in dem die Bewohner ihre eigenen Nahrungsmittel anbauen, sich selbst mit Energie versorgen und sich um den eigenen Müll kümmern. Dazu wird Alternativenergie erzeugt, womit das Viertel komplett autark ist. Das gibt es, beziehungsweise wird es gerade errichtet. 2017 soll es fertig gestellt sein.

Mehr als ein Wohnviertel

Das „ReGen Village“ mit 25 Wohnhäusern und 100 Wohnungen befindet sich in Almere, einem Vorort von Amsterdam– ca. 20 Eisenbahnminuten von der Hauptstadt entfernt. ReGen Village ist mehr als nur ein Wohnviertel. Es ist ein Prototyp: Die erste Gemeinde eines Netzwerks von ähnlichen Gemeinschaften, die überall auf der Welt geplant sind. Das Modell für zukünftige Siedlungen wurde in Zusammenarbeit zwischenReGen Villages, B.V., einer holländischen Unternehmensholding, und dem in Kopenhagen ansässigen Architekturbüro EFFEKT entwickelt.

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Ein völlig autarkes System

ReGen steht für regenerativ, füreinen geschlossenen Kreislauf, und es ist ein neues, nachhaltiges Gesellschaftsprojekt, das sich eines ganzheitlichen Systems aus Energie- und Nahrungsproduktion, Abfallentsorgung und Gesamtgestaltung bedient. ReGen Village braucht kein Stromnetz oder Nahrungsmittel-Verteilsystem. Es ist eine neue Art von Wohngemeinschaft, die entworfen wurde, um völlig autark zu leben, alle benötigten Nahrungsmittel anzubauen, die eigene Energie zu erzeugen und den gesamtenMüll in einem geschlossenen Kreislauf zu bewältigen.

Energie und Nahrungsmittel werden vor Ort erzeugtund der Müll entsorgt, was die Kosten um Größenordnungen senkt und es möglich macht, Überschüsse im Umland zu verteilen. Dies gilt vor allem für regenerative Energie, die aus einer Mischung aus Erdwärme, Solarstrom, Wind und Biomasse erzeugt wird.

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Denken im globalen Maßstab

„Wir denken wirklich im globalen Maßstab“, sagt James Ehrlich, ein in Kalifornien ansässiger Entwickler. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer der Firma ReGen Villages B.V.: „Wir definieren die Entwicklung des Wohnimmobilienbereichs neu, indem wir regenerative Stadtviertel schaffen und die grüne Wiese vorrangig als Landwirtschaftsfläche betrachten. Auf dieser können wir mehr biologische Nahrungsmittel produzieren, mehr sauberes Wasser, mehr saubere Energie erzeugen und auch mehr Müll entsorgen, als wenn wir das Land nur nutzten, um dort biologische Nahrung anzubauen oder Permakultur zu betreiben.“

Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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