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Walter’s Mails: Massive Zunahme der Maklerbüros in Wien erwartet.

Parteivorsitzende und Klubobfrau der SPÖ Pamela Rendi-Wagner hat folgendes auf Facebook gepostet: „Zwei Monatsmieten fürs Aufsperren der Wohnung bei der Besichtigung – das ist unzumutbar.“ Die meisten Mieter suchen ihre Wohnung selbst über das Internet. Die Makler machen für sie nicht viel mehr, als die Wohnung bei der Besichtigung aufzusperren. Will ein Vermieter das nicht selbst machen, soll er den Makler auch dafür bezahlen.

Und dann in fetter Schrift: Fünf Monatsmieten gehen für Kaution und Maklergebühren drauf.

Maklergebühren dürfen nicht auf Mieter abgewälzt werden.

Da wird ja was impliziert. Nämlich 5 Monatsmieten gehen für Kaution und Maklergebühren drauf. Der fachunkundige Laie, sieht fünf Monatsmieten und dann liest er Kaution und Maklergebühren und weiß aber nicht, wie sich das aufteilt. Der liest nur die Ziffer FÜNF.

Und dann in ROT: „Maklergebühren dürfen nicht auf Mieter abgewälzt werden.“ Für jeden Laien ist jetzt klar, der Makler verdient an einer Wohnung rund fünf Monatsmieten.

Gerade jetzt, wo es in Wien eh so kriselt, sag ich einmal so etwas zu posten ist keine verantwortungsvolle Politik. Wenn man schon gegen etwas ist, dann sollte man zumindest wissen, 1. wogegen man ist – und 2. nicht mit verschwommenen Informationen arbeiten.  Schafft nur schlechte Stimmung.

Und sie können sicher sein: Wenn das Makeln so leicht ginge, dann hätten wir 50.000 Makler in Wien. Da sperrt jeder irgendwem auf und hält die Hand auf.

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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

1 Kommentar

    Liebr Walter Sank,
    es ist rührend, wie sie die Makler verteidigen -aber ist Realität: Makler, die ohne jegliche ausbildung -sehr oft blank von immobilienwissen – nur ihre Provision im Auge haben -von jemand, der sie nicht beauftragt hat, ist ein Unding. Deutschland geht hier den richtigen Weg: in wessen Auftrag Makler tätig werden, dme haben sie Rechnung zu legen. Basta,
    Und es stimmt: als Eintrittspreis für überhöht angepriesene Mietwohnugnen sind fünf Mieten zu bezahlen. Das ist Faktum. Für den Wohnunmgssuchenden ist völlig wurscht, wie sich diese fünf Monatmieten aufdröseln – und dass er nach Ende der befristeten Mietdauer einen Teil wider zurückkriegt – wenn alles gut läuft!

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