Wenn der Parkplatz wichtiger ist als die Klimaveränderung

Die Hitzetage werden sich in Wien bis 2050 mehr als verdoppeln. Aber das Thema gibt es nicht nur in Wien, viele europäische Metropolen kämpfen mittlerweile mit der Sommerhitze. Mit unterschiedliche Ideen und Lösungsansätze, möchte man dieses drängende Problem in den Griff bekommen.

Neben cooling-off-Maßnahmen gegen innerstädtische Hitzeinseln ist deshalb die umweltfreundliche Klimatisierung ein Gebot der Stunde. Wien Energie setzt seit 2007 auf Fernkälte. Es gibt aber auch noch andere Ideen. Pionierarbeit im Hinblick auf den Klimawandel will die Stadt im 7. Bezirk leisten. In der Zieglergasse soll eine „kühle Meile” entstehen, um an Hitzetagen die Temperatur um rund fünf Grad abzusenken. Nebelduschen, Baumpflanzungen, helle Pflasterung und Wasserstellen sollen für spürbare Abkühlung sorgen. Allerdings müssen für diese Pionierarbeit 48 Parkplätze geopfert werden in einem Bezirk, in dem der Autobesitz stark zurückgeht.

Dazu Stadtplanungsdirektor Thomas Madreiter: „Was glauben sie, was ich für Mails bekomme, dass die Parkplätze verloren gehen.” Stadtplanung braucht also nicht nur einen langem Atem, wie Andreas Trisko von der MA 18 einmal gemeint hat, sondern auch gute Nerven.

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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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