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Walter’s Mails: Was der Einzelhandelsmarkt über die Politik aussagt

Die europäischen Einzelhandelsmärkte präsentieren sich zum Jahresstart mehrheitlich in guter Verfassung – so der Global Retail Attractiveness Index (GRAI) von Union Investment. Aktueller Top-Performer belegt mit 121 Punkten erstmals die Spitzenposition im EU-12-Index: Und das ist Portugal.

Da klingelts, denn Portugal hatte doch auch mit einer schwere Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen, ebenso wie Griechenland. Aber Griechenland wurde durch die  „Rettungspolitik“ der EU kaputt gerettet oder gespart.

Das gleiche Schicksal drohte auch Portugal. Nach einem harten Sparkurs mit ähnlichen Entwicklungen wie in Griechenland hat man im Sommer 2016 das sogenannte Zweite Rettungsprogramm der EU nicht mehr angenommen.

Es wurde genau das Gegenteil von dem gemacht, was die EU empfohlen hat. Gekürzten Löhne und Renten wurden wieder erhöht, die Sondersteuern wurden abgeschafft und diverse Steuererhöhungen zurückgenommen.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei 6,7 Prozent, das Haushaltsdefizit des Staates wurde auf 2 Prozent gesenkt – die Portugiesen wandern nicht mehr aus. Man hat ein humanitäres und soziales Erfolgsmodell geschaffen. Binnennachfrage, Investitionen und Konsum wurden erheblich gestärkt, die Portugiesen konsumieren wieder, was sich auf den Einzelhandelsmarkt auswirkt.

Und die Frage ist: Warum hat man das in Griechenland nicht auch so gemacht. Die Antwort: Da hätten die falschen daran verdient.



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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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