Immobilienwirtschaft unter Generalverdacht – Branchen-Bashing vom Feinsten?

Vor kurzem stellten die deutschen Immobilienweisen des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) ihr Frühjahrsgutachten vor: Fazit: Der Markt bleibt weiter im Aufwind.

Details dazu und einen Link zur Kurzfassung des Gutachtens finden sie hier.

Interessant finde ich das Vorwort von Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Die Immobilienwirtschaft ist mit der Bruttowertschöpfung von rund 18 Prozent einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Bundesrepublik. Die Politik spricht von bezahlbarem Wohnen. Doch gleichzeitig wird der Ton gegenüber unserer Branche rauer. Die Unternehmen der Immobilienwirtschaft werden unter Generalverdacht gestellt – und ein Teil der Politik macht mit, in der Hoffnung, verloren gegangene Wählerstimmen wiederzugewinnen.

Branchen-Bashing vom Feinsten.

Folgeabschätzung ist zum Fremdwort geworden. Die zahlreichen Eingriffe in der Vergangenheit führten lediglich zur Verunsicherung von Investoren und zur Verteuerung der Herstellungskosten, aber keinesfalls zur Verbesserung der angespannten Immobilienmärkte.

Das kommt mir sehr bekannt vor. Ist ja wie bei uns.

Der Präsident weiter: Wir verstehen uns als Partner der Politik – nicht als ihr Gegenspieler. Der Staat kann die Herausforderungen der Stadtentwicklung nicht alleine lösen, sondern braucht die Akteure der Immobilienwirtschaft. Da kann man ja nicht hinhauen, wenn einem nichts mehr einfällt. Das ist ja gleich wie die AK: Schimpft auf ihre Mitglieder und kassiert aber die Mitgliedsbeiträge.

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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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