Einheitsbrei im Mietsektor

Nächste Jahr werden vom gesamten Neubauwohnungsbestand die freifinanzierten Mietwohnungen rund 35 Prozent betragen. Dies sagte Michael Heller, Raiffeisen Bank Internationalbei der imh-Konferenz „Strategische Immobilienbewertung“.

Zu diesem Bauboom meinte allerdings Winfried Kallinger, Geschäftsführer von Kallinger Projekte, dass es sich bei vielen Wohnprojekten im 10.,11, 21. Und 22. Bezirk, die derzeit im Neubau als reine Mietwohnungen errichtet werden um einen Einheitsbrei handelt. Gespart wird aber nicht an der Qualität, da sind wir ja Spitzenreiter in Europa, sondern es wird gespart an dem Aspekt, der – wie Kallinger sagt – „Wohnen schön macht“. Warum man gerne in einem bestimmten Haus hineingeht oder darin wohnt. Wie muss ein Gebäude beschaffen sein, damit ich darin gerne wohne, das wird das Hauptthema werden. Alles andere ist sehr kurzsichtig. Und diese Kurzsichtigkeit ist bei vielen Projekten derzeit der Fall. Wenn man Wohnt um des Wohnens willens wird der Nutzer weniger Wertschätzung dem Haus entgegenbringen.

Damit wird das Haus schnellerabgenutzt und auch die Fluktuation innerhalb des Objektes wird relativ hoch sein. Wohnungen in solchen Projekten werden vielleicht bei der ersten Vermietung funktionieren, aber bei der Zweit- oder Drittvermietung wird esschon schwieriger. Ob sich diese Projekte langfristig rechnen, ist damit eine Frage. Denn jeder Mieterwechsel belastet die Rendite.

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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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