Die Gesetzesänderung trifft wieder die Falschen

„Man hat gedacht, dass man in der Regulierungswut Marktgesetze außer Kraft setzen kann, aber das ist nicht gelungen“, meint Michael Pisecky, Stv. Fachverbandsobammn der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Er spricht von der Anhebung der Quote bei Wohnprojekten für die geförderten Wohnungen von knapp über die Hälfte auf zwei Drittel. Das hat natürlich nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.

Gewidmete Grundstücke sind teurer geworden und werden nicht gekauft. Wobei das stimmt nicht ganz, gewidmete Grundstücke werden gekauft, aber nicht bebaut – man wartet auf bessere Zeiten. Ungewidmete Grundstücke sind 40 Prozent billiger und werden vom Eigentümer nicht verkauft. Außer in einem Fall: Es soll sogar schon Anfragen bei Eigentümern geben mit dem Angebot den vollen Preis für ein ungewidmetes Grundstück zu bezahlen. Wird aber auch nicht bebaut – man wartet auf bessere Zeiten.

So etwas können sich natürlich nur große nationale und auch internationale Investoren leisten. Die zahlreichen kleineren Bauträger, die haben jetzt ein Problem. Man kann sagen, es trifft wieder die Falschen.

Unabhängig davon werden wir wohl zeitversetzt in zwei oder drei Jahren die Auswirkung spüren – wenn die Bauleistung zurückgeht.

Es ist ja der Stadt nicht hoch genug anzurechnen, dass wir einen sozialen Wohnbau haben aber man sollte das schon auch mit einem gewissen Augenmaß machen – und vielleicht auch einmal schauen, was man selbst noch verbessern kann.

  • bewerten
  • Sags weiter:

Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

*