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Entwicklung des Immobilienmarktes 2018

Die Immobilienmarkt-Entwicklung 2018 ist durch eine deutliche Veränderung der Ansprüche an Immobilien und Gewerbeflächen gekennzeichnet. Diese neuen Trends müssen Investoren in Anlageimmobilien beachten, wenn sie gewährleisten wollen, dass ihre Immobilien gut verkauft oder vermietet werden können.

Digitale Transformation

Kein Schlagwort prägt den Immobilienmarkt aktuell so sehr wie die „Digitalisierung“. Diese digitale Transformation betrifft sowohl neue Anforderungen an den Service, den Immobilien dem Nutzer bieten, als auch die Organisation von Immobiliengesellschaften.

Für die Nutzer zeigt sich die digitale Transformation insbesondere in Form von Smart Buildings. Ein Smart Home verfügt über eine komplett vernetzte technische Ausstattung, die zentral – und immer öfter auch per Smartphone – gesteuert werden kann.

Zugleich setzten auch innerhalb der Immobilienbranche immer mehr Unternehmen auf einen Chief Digitization Officer (auch: Chief Digital Officer, kurz: CDO). Dessen Aufgabe besteht in der Steuerung der digitalen Transformation der Prozesse innerhalb der Firma.

Schließlich bildet immer öfter Service Management Software die digitale Schnittstelle zwischen der Immobilienverwaltungen und deren Mietern. Diese Software erleichtert u.a. die Einsatzplanung bei Reparaturen und verkürzt dementsprechend die Wartezeiten.

Space as a Service

Bis vor kurzem stand die Abkürzung SaaS ausschließlich für die als „Software as a Service“ bekannten neuen Cloud-Computing-Konzepte, bei denen die Softwarelösungen nicht mehr gekauft werden müssen, sondern gemietet werden können.

Doch auch einer der Top-Trends innerhalb der aktuellen Immobilienmarkt-Entwicklung könnte schon bald unter dem gleichen Kürzel in aller Munde sein: Space as a Service.

Dieses neue Nutzungskonzept für Immobilien besteht aus einer Kombination von Flächen und Serviceleistungen. So bieten im Bereich der Büroimmobilien sogenannte Coworking Spaces neben den Flächen ebenfalls die benötigte Infrastruktur und Serviceleistungen.

Derartige flexible Raumkonzepte werden 2018 immer häufiger nachgefragt werden. Der Trend betrifft nicht nur Büroimmobilien, sondern gewinnt auch bei Hotels und Shopping Centern immer stärker an Bedeutung. „In Städten wie Amsterdam, London und Stockholm trifft man in ehemaligen Hotellobbys immer häufiger Coworking Spaces und flexibel anmietbare Arbeitsräume“, so Max Karänke, Immobilien-Experte, Marktbeobachter und Inhaber von Karänke Immobilien mit sechs Standorten in Deutschland.

Gesteigerte Arbeitsqualität

Nicht nur bei „Space as a Service“-Konzepten spielt die Aufenthaltsqualität eine immer entscheidendere Schlüsselrolle. Auch bei konventionellen Büroimmobilien wird eine hohe Aufenthaltsqualität zunehmend wichtig für eine gute Immobilienbewertung. „Die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben sind immer mehr verwischt, sodass auch am Arbeitsplatz der Wohlfühlfaktor, der zu Hause besteht, als Standard im Büro begriffen wird“, führt Max Karänke aus. „Wir sehen dies in der Zwischenzeit nicht mehr nur in den Räumlichkeiten von Internetfirmen, sondern zunehmend auch in klassischen Konzernzentralen und Großunternehmen.“

Hier geht der Trend innerhalb der Immobilienmarkt-Entwicklung 2018 sehr deutlich hin zur Optimierung ergonomischer Faktoren und zu verbesserten Serviceangeboten.

Um diese Bedürfnisse im ausreichenden Maß zu berücksichtigen, sollten Büroimmobilien ein angenehmes Raumklima, gute Beleuchtung, ausreichenden Schallschutz und Kommunikations- und Entspannungsräume bieten und eine gesunde, abwechslungsreiche Verpflegung der Mitarbeiter gewährleisten. „Dazu gehören unmittelbare Möglichkeiten zum Workout am Arbeitsplatz – wie Fitnessräume und Personal-Trainer-Stunden auf dem Gelände – genauso wie gemütliche Cafés und Bistros statt der klassischen Kantine“, so Karänke.

Neue Logistikimmobilien

Der Trend hin zu einer immer stärkeren Digitalisierung innerhalb der Immobilienmarktentwicklung 2018 zeigt sich auch anhand der steigenden Nachfrage nach einem neuen Typus von Logistikimmobilien.

Die zunehmende Bedeutung des E-Commerce mit seinen immer kürzer werdenden Lieferzeiten verlangt immer mehr nach kleinteiligen innerstädtischen Logistikimmobilien. „Doch das Besondere an diesen Immobilien ist nicht nur die Lage und Größe dieser Objekte, sondern vielmehr die Vernetzung und Automatisierung der Logistikabwicklung. Die Anforderungen sind extrem individualisiert. Damit kommen ganz neue Anforderungen auf die Branche zu“, so Karänke.

Die Experten sind sich sicher, dass auf dem Immobilienmarkt in den kommenden Jahren eine immer größere Nachfrage nach entsprechenden Objekten bestehen wird. Deshalb werden solche City-Logistik-Einheiten zunehmend als Anlageimmobilien interessant.

Urbanisierung und Verdichtung

Die Mehrzahl der Akteure auf dem europäischen Immobilienmarkt ist der Meinung, dass sich der der aktuelle Trend hin zu einer zunehmenden Urbanisierung und Verdichtung auch künftig weiter fortsetzen wird.

Dabei gehen Immobilienexperten wie Karänke davon aus, dass sich die Beliebtheit gemischt genutzter Immobilien stark erhöhen wird. Gebäude, die beispielsweise Arbeiten und Wohnen unter einem Dach ermöglichen, werden somit zu gefragten Anlageimmobilien.

Schließlich wird damit gerechnet, dass die Entwicklung des Immobilienmarktes künftig zu einer immer umfassenderen Durchmischung von Wohnimmobilien, öffentlichem Raum, Verkehr und kommerziellen Immobilien führen wird.

Dies bedeutet für den Immobilienmarkt der Zukunft ein immer stärkeres Zusammenspiel von Immobilien und Infrastruktur. Diese Entwicklung eröffnet vielfältige neue und interessante Investitionsmöglichkeiten für künftige Anlageimmobilien.

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Über den Autor

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Dieter D. Kendler

Dieter D. Kendler hat Philosophie und Psychologie an der Universität Wien und Berlin studiert. Während seines Studiums arbeitete er in einer Privatdetektei und einer Hausverwaltung. Aus dieser Kombination entspringt auch seine Vorliebe für Journalismus und Immobilien. Er lebt derzeit in Bielefeld und ist selbständiger Journalist. In seinen Texten behandelt er vorwiegend philosophische, psychologische und wissenschaftliche Themen – und ab und zu auch immobilienspezifische.

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