Post

Dynamic Architecture

Vier Außenwände, ein paar Fenster, eine Tür und ein Dach– so sahen typische Häuser einmal aus. Doch diese Zeiten sind nach Architekt David Fisher gemäß seiner Idee der „dynamic architecture“ nun endgültig vorbei. Er sieht die Zukunft von Hochhäusern in einem Projekt namens „Rotating Tower“, das neben den Vereinigten Arabischen Emiraten vor allem in London, Paris, New York oder Moskau umgesetzt werden könnte. Um die ikonische Bedeutung dieser Gebäude zu unterstreichen, gibt es gleich drei futuristische Aspekte, die Realität werden sollen.

Architektur als Teil der Umwelt

Erstens soll die Architektur als Teil der Umwelt verstanden werden, wodurch sich die Form des Gebäudes verändern kann. So kann es sich beispielsweise an die Sonne oder den Wind ausrichten und die Aussicht verändern sowie sich momentanen Anforderungen anpassen. Jede Etage kann sich separat drehen und sekündlich die Gebäudeform verändern. Frei nach dem Motto „Designed by time, shaped by life“ ist es möglich, sowohl beim Frühstückskaffee als auch beim Afterwork-Cocktail eine perfekte Sicht auf den Sonnenauf- oder -untergang zu haben– immer so, wie es gerade gewünscht ist.

Futuristische Bauweise

Die zweite revolutionäre Idee liegt in der Bauweise, die natürlich ebenfalls zukunftsträchtig und einzigartig sein soll. Besonders außergewöhnlich daran ist, dass bis auf den Betonkern alle Einheiten schon vorher hergestellt werden und an der Baustelle nur noch zusammengefügt werden müssen. Diese Einheiten, bestehend aus Aluminium, Kohlefaser oder anderen qualitativ hochwertigen Materialien, bilden die vorgefertigten Wasserleitungen, Klimaanlagen, Böden und alle anderen Oberflächen, die dann im Ganzen zum Bauplatz gebracht und dort mechanisch montiert werden. Die Vorteile dieser Bautechnik liegen vor allem in der Schnelligkeit der Bauzeit und der geringen Anzahl an benötigten Arbeitern, wodurch die Kosten wesentlich niedriger gehalten werden können als bei anderen Bauten. Außerdem kann der „Rotating Tower“ dank seiner separaten Etagen, die strukturell solide und gleichzeitig flexibel sind, eine hohe Erdbebensicherheit garantieren.

Kombination von Technik und Luxus

Damit es der „dynamic architecture“ auch in puncto Nachhaltigkeit an nichts fehlt, werden Technik und Luxus fortschrittlich kombiniert. Im Sinne „grüner“ Energieversorgung verfügt der „Rotating Tower“ über Windkraftanlagen, die horizontal zwischen den Stockwerken positioniert werden. Außerdem gibt es zahlreiche Solaranlagen auf den Dächern, die Energie produzieren und den Turm somit zum ersten autarken Hochhaus in dieser Größenordnung werden lassen.

Dynamic Hotels

Architekt David Fisher will aber nicht nur gewöhnliche Luxus-Appartements oder Büroflächen in seinen „Rotating Towers“ beheimaten– er plant des Weiteren auch eine „Wellness Experience“, ein Hotel nicht mit, sondern über den Sternen. Dieses dynamische Hotel beziehungsweise Erlebnis soll exklusiven Service für Geschäfts- oder Freizeitzwecke bieten und mit luxuriöser Ausstattung sowie exquisiter Bewirtung aufwarten. Neben den Wohn- und Konferenzräumen soll es zum Entspannen auch Spas, rotierende Restaurants und genügend beste Unterhaltung geben. Momentan ist der „Rotating Tower“ nur auf dem Papier existent und es existieren noch keine konkreten Realisierungspläne. Wenn die Idee aber wirklich zukunftsträchtig ist, dann werden wir sicherlich schon in ein paar Jahren die ersten Bauten der „dynamic architecture“ bewundern können.

  • bewerten
  • Sags weiter:

Über den Autor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

*