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Crowdfunding – von Deutschland nach Österreich

Mit ZINSLAND ist das erste deutsche Crowdfunding-Unternehmen nach Österreich gekommen. Innerhalb von einer Woche ist bereits mehr als die Hälfte des benötigten Betrages in das erste Projekt „Burggasse Wien“ investiert worden.

 

Die durchschnittliche Investitionssumme der mehr als 2.300 Anleger beträgt etwa 6.600 Euro. Das Unternehmen ist die erste deutsche Crowd- Investing-Plattform, die Projekte in beiden Ländern anbietet.

ZINSLAND ist noch relativ jung. Wie sehr spielt das „Alter“ einer Plattform bei Crowd-Investing eine Rolle?

Im Interview
Carl von Stechow
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v. Stechow: ZINSLAND ist eine der ersten Immobilien-Crowd-Investing-Plattformen in Deutschland. Seit unserem Start in 2015 haben wir schon mehr als 20 Projekte erfolgreich finanzieren können und bereits zwei Projekte erfolgreich zurückgezahlt. Aus unseren Gesprächen, insbesondere mit neuen Anlegern, wissen wir, dass sich dieser Track Record vertrauenserweckend auswirkt. Wichtiger als das Alter einer Plattform sind aber andere Faktoren: Entscheidend ist vor allem das Know-how der handelnden Akteure. Die Plattformbetreiber müssen echte Immobilienprofis sein, um Projekte und Projektentwickler einschätzen zu können. Unsere Immobilien- und Finanzierungsteams bestehen aus Fachleuten, die schon lange vor der Gründung von ZINSLAND in ihrem Bereich erfolgreich tätig waren.

Sie gründen als erste deutsche Plattform eine Niederlassung in Österreich. Warum Österreich?

Stechow: Wir haben schon länger geplant, auch österreichische Projekte & Investoren zusammenzubringen. Für uns war es der natürliche nächste Schritt. Der Immobilienmarkt in Österreich ist sehr spannend, hat sich über die letzten Jahre ähnlich wie der deutsche hervorragend entwickelt. Und die Sprache macht es uns natürlich leicht.

Wo liegt der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland bei Crowdfunding-Projekten?

v. Stechow: Der größte Unterschied liegt in der Gesetzgebung, er fällt aber nicht so groß aus, wie wir das erwartet haben. Abgesehen davon ähneln sich die Märkte in vielen Punkten, was es für uns noch attraktiver macht.

Wären andere Länder auch noch interessant?

v. Stechow: Sicherlich sind weitere Länder für uns interessant, aber momentan noch nicht in der konkreten Umsetzung.

Die durchschnittliche Investitionssumme bei Zinsland beträgt 6.600 Euro. Ist das nicht doch sehr viel für die „Crowd“?

v. Stechow: Unsere Anleger investierten im Durchschnitt bereits drei Mal bei uns. Die durchschnittliche Investitionssumme pro Projekt liegt bei ca. 2.300 Euro. Sie streuen ihre Anlagen, was wir sehr begrüßen. Tatsächlich sind unsere Anleger vielmehr die enttäuschten Sachwertinvestoren der Fondsbranche als die Fan-Gemeinde einer Start-up-Idee.

Crowd Investing hat einen enormen Boom erlebt in den letzten Jahren – wohin geht die Entwicklung Ihrer Meinung nach?

v. Stechow: Im Crowd Investing für Immobilien war das letzte Jahr – und noch mehr das erste Quartal 2017 – Beweis dafür, dass Anleger diese Form der Investition nachfragen. Ich glaube, dass diese Entwicklung ungebremst anhalten wird, denn Anleger verdienen es, dass sie für ihre Investitionen keine Kosten haben und sich selbst aussuchen können, welche Projekte sie gerne unterstützen möchten. Insofern verändern Crowd Investing, aber auch die FinTech-Unternehmen insgesamt, momentan viele Bereiche. Der große Umbruch wird sich unserer Ansicht nach eher noch beschleunigen als verlangsamen.

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Über den Autor

wsenk

Walter Senk

Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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