Trends 2020: Wohnen und Logistik bieten weiterhin Chancen für Investoren

Basierend auf einer jüngst veröffentlichten Studie von Nuveen Real Estate, einer der größten Immobilien-Investmentmanager der Welt, steht der europäische Wohnungsmarkt auch in diesem Jahr im Fokus internationaler Investoren. Insbesondere dürfte dies den Markt für Studentenwohnheime betreffen, da sich das deutliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage dieses Sektors womöglich noch weiter verstärken wird. Gründe dafür sind beispielsweise der Mangel an erschwinglichen Wohnflächen, der demografische Wandel, die zunehmende weltweite Mobilität von Studenten sowie immer anspruchsvollere Mieter.



  • Logistik, Wohnen und Alternatives bieten auch 2020 und darüber hinaus Chancen
  • Metropolen wie Berlin, Mailand, Madrid und London schneiden gut ab, bedingt durch stetige Nachfrage und moderatem Neubauvolumen
  • Europäische Zentralbank (EZB) schlägt konservativeren Kurs ein

Des Weiteren wird sich der Logistiksektor aufgrund des konstant zunehmenden E-Commerce von den Metropolen auf ehemalige Sekundärmärkte, wie Sevilla, Genua, Erfurt, Toulouse oder Linz, ausweiten. Viele Investoren erhöhen derzeit ihre Investitionen in diesem Segment und streben mitunter einen Anteil von bis zu 20 Prozent in ihrem Portfolio an. Der Bau von neuen Flächen ist immens, jedoch aufgrund der steigenden Nachfrage von Investorenseite nachvollziehbar und angemessen – was nicht zuletzt den Wert dieser Objekte stützt.   

Mit Bezug auf die anhaltende Diversifizierung des Einzelhandelssektors, sollten sich Investoren mit einem langfristigen Ansatz nach erstklassigen Einzelhandelsstandorten umsehen. Dazu zählen beispielsweise Designer-Outlet-Center und Einzelhandelszentren mit gemischter Nutzung wie Xanadú in Madrid sowie Standorte, an denen bestehende Einzelhandelsflächen umfunktioniert werden können. Gleichwohl war die Stimmung auf dem Einzelhandelsmarkt im gesamten Jahr 2019 getrübt. Das Transaktionsvolumen ging im Jahresvergleich bis zum dritten Quartal um rund 33 Prozent zurück, was zum Teil auf die Marktdurchdringung und das Wachstum des Onlinehandels zurückzuführen ist.

Gestützt durch eine stetige Nachfrage und moderatem Neubauvolumen, ist der Vermietungsumsatz in vielen Metropolen gestiegen, darunter in Berlin, Mailand, Madrid und London. Gleichzeitig überrascht jedoch nicht, dass infolge der deutlich abgeschwächten Konjunktur im Euroraum, Neuvermietungen in einigen Städten bis zum dritten Quartal 2019 um durchschnittlich circa 30 Prozent niedriger waren. Mit Blick nach vorne, prognostiziert Nuveen Real Estate für Städte, in denen die Nachfrage das Angebot in den letzten Jahren am stärksten überschritten hat und in denen es eine große Anzahl von spekulativen Flächen im Bau gibt, ein moderates Mietwachstum – darunter Frankfurt und Dublin.

Stefan Wundrak, Head of European Research bei Nuveen Real Estate, sagt:„Nur echte Überzeugungs-Investitionen können aus unserer Sicht in diesem Jahr Renditen über dem Marktdurchschnitt erzielen. Nachdem das Marktrisiko jedoch eher gestiegen ist, wird Risikooptimierung deutlich wichtiger werden. Lange Perioden steigender Märkte führen in der Regel zu übertriebener Zuversicht und trügerischem Vertrauen in Scheinsicherheit. Herdeneffekte und der Drang jedem Trend hinterherzujagen, sind jedoch ebenso verlockende Fallen, die es im Jahr 2020 zu vermeiden gilt. Auch hier sind wir der Meinung, dass Logistik, Wohnen und Alternatives im Laufe dieses Jahres die überzeugendsten Perspektiven bieten werden.“

Teilen Sie Ihr Lesevergnügen...!?

Zeigen und diskutieren Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Followern auf LinkedIn oder Facebook.

Auf Facebook teilen

Auf LinkedIn teilen


Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Immobilien-Redaktion wiedergeben. Unter Pressemeldungen veröffentlichen wir aktuelle Aussendungen verschiedener Branchenteilnehmer oder der APA. Damit wollen wir dem Bedürfnis unserer Leser und Leserinnen nach laufenden Informationen Rechnung tragen. Diese Seite stellt also keine redaktionellen Artikel der Immobilien-Redaktion dar und die Inhalte geben in einigen Fällen auch nicht die Meinung der Immobilien-Redaktion wieder.



Holen Sie sich unseren Newsletter