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„Tokyo Sky Tree“ – das zweithöchste Gebäude der Welt

Die Liste der höchsten Gebäude der Welt hat einen neuen Zweitplatzierten– denn nach vier Jahren Bauzeit wurde am 22. Mai 2012 in Japan der neue Fernsehturm „Tokyo Sky Tree“ eröffnet. 634 Meter hoch, wird er vom höchsten Bauwerk der Erde, dem „Burj Khalifa“ in Dubai, zwar auf den 2. Platz verwiesen, übertrifft aber den bisher höchsten Fernsehturm der Welt, den „Canton Tower“ im chinesischen Guangzhou, um stolze 34 Meter.

„Mu-sa-shi“ und „Pagode“

Die Höhe des Turmes wurde aber nicht wahllos festgelegt, sondern spiegelt die altertümliche Bezeichnung der Gegend wider, denn gesprochen werden die Zahlen wie folgt: 6 = Mu, 3 = sa, 4 = shi. Auch bei der Benennung des Bauwerkes haben sich die Architekten etwas einfallen lassen. So wurde der Name durch eine Umfrage entschieden, wobei „Sky Tree“ Namen wie „Mirai Tower“ (dt. „Zukunftsturm“) oder „Yumenviyagura“ (dt. „Traumturm“) schlug. Der Stadtteil Sumida, wo sich der Fernsehturm befindet, barg aber weitaus folgenreichere Probleme bei der Erbauung, da dieses Viertel besonders stark erdbebengefährdet ist und auch Taifune oder heftige Schneefälle häufig auftreten. Aus diesem Grund entschieden sich die Planer für die Form einer Pagode, wie sie vor allem in Indien oder China typisch ist. Dadurch entstand ein turmartiges Bauwerk mit mehreren Geschoßen und Dachvorsprüngen, um Schwingungen zu reduzieren und mehr Stabilität zu gewährleisten.

Neues Wahrzeichen soll Tourismus ankurbeln

In erster Linie soll der „Tokyo Sky Tree“ Fernseh- bzw. Radioübertragungen verbessern und als Wahrzeichen fungieren. Damit der Turm von Touristen aber nicht nur von außen wahrgenommen wird, befinden sich auf den insgesamt 37.000 Quadratmetern auch ein Planetarium, ein Aquarium, Souvenir-Shops und Restaurants. Natürlich gibt es auch zwei Aussichtsplattformen in schwindelerregenden 350 und 400 Metern, von denen aus eine großartige Sicht über Teile der Metropole genossen werden kann. Besonderes Highlight dabei sind begehbare Glasböden, wo der Besucher quasi auf die Menschen „herabsehen“ kann. Noch weiter geht diese Idee auf der Herrentoilette im ebenfalls nach der Höhe benannten Restaurant „Musashi“ auf 345 Metern, wo die Männer einen (anmaßenden) Blick auf die armen östlichen Vororte wagen können.

Nächtens wird es bunt

Obwohl Medienfassaden schon lange nichts mehr Neues sind, wird der Fernsehturm je nach Jahreszeit natürlich auch mit unterschiedlichen Motiven bunt beleuchtet. Schließlich hat das rund 643 Millionen Euro teure Projekt als nun zweithöchstes frei stehendes Gebäude der Welt einen gewissen Ruf zu verteidigen und soll schon aus weiter Entfernung gesehen und erkannt werden. Auch in der Nacht.

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Alexandra Koch

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