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Neue Wege
Credits: Andrey Armyagov

Neue Wege

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Nach 18 Jahren im Hotelmanagement hat sich Barbara Hammerschmid-Kovar mit einer Dienstleistung im Immobilienbereich für Businesskunden und Private selbstständig gemacht. Ihre Klienten können nicht nur von ihrer Erfahrung und ihrem Netzwerk profitieren, sondern sparen durch ihre sachkundige und einfühlsame Beratung vor allem auch Geld, Zeit und Nerven.

Sie sind als Bau- und Wohncoach selbstständig. Welcher Weg hat Sie dahin geführt?

Hammerschmid-Kovar: Ich war 18 Jahre lang als Hotelmanagerin tätig. Zuletzt habe ich mich vor allem um die Pre-Openings von internationalen Vier- und Fünf-Sterne-Häusern gekümmert. Das heißt, ich war für die gesamte Organisation von Um- und Neubauten zuständig– vom Spatenstich angefangen über die Koordination während der einzelnen Bauphasen und das Set-up der Logistik für den künftigen Hotelbetrieb bis hin zur Eröffnungsparty.

Und daraus entwickelte sich Ihre Geschäftsidee?

Hammerschmid-Kovar: Ja. Ich habe gesehen, dass ein Hotelier in vielerlei Hinsicht vor den gleichen Herausforderungen steht wie ein privater Bauherr. In beiden Bereichen steigen die Ansprüche, etwas Besonderes zu schaffen, und man hat immer weniger Zeit, sich um alles selbst zu kümmern. Es wissen zwar auf der Baustelle alle Zuständigen, was sie zu tun haben, aber es braucht immer öfter jemanden, der die einzelnen Tätigkeiten als Unabhängiger koordiniert und zwischen den Beteiligten vermittelt. Viele Missverständnisse entstehen durch mangelnde Kommunikation. Da taucht dann plötzlich an einer Stelle eine Zwischenwand auf, die da nicht sein sollte, oder auf der Terrasse wird ein Holzboden verlegt, obwohl vom Bauherrn Fliesen gewünscht wurden.

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Hat Sie auch Ihr privates Umfeld zu dieser Idee inspiriert?

Hammerschmid-Kovar: Mir ist immer öfter aufgefallen, dass die Leute, die gerade in einem Umbau oder Neubau gesteckt sind, irgendwann überlastet waren. Auf die anfängliche Euphorie, ein Haus zu bauen, ist sehr bald Ernüchterung gefolgt– bis hin zu Streitereien. Viele meiner Bekannten haben die Aufgabe des Hausbauens unterschätzt und waren dann heilfroh, wenn ihnen jemand die ganze Koordination inklusive Kommunikation, Kontrolle und Behördenwege abgenommen hat.

Ab welchem Zeitpunkt von Bauprojekten kommen Sie ins Spiel?

Hammerschmid-Kovar: Ich biete meine Unterstützung bereits im Vorfeld bei der Auswahl und beim Kauf von Immobilien und Grundstücken an. Auf Wunsch bin ich von der ersten Planungsidee bis zur Schlüsselübergabe und baulichen Nachbetreuung dabei. Mir ist es wichtig, meine Kunden so zu unterstützen, dass ihnen kostspielige Fehlentscheidungen erspart bleiben. Das ist eine sehr persönliche und vertrauensvolle Arbeit.

Konzentrieren Sie sich künftig eher auf Privatkunden?

Hammerschmid-Kovar: Ich möchte zwischen „privat“ und „gewerblich“ gerne die Balance halten. Hotels sind mein angestammtes Metier. Da komme ich beruflich her, und sie werden auch weiterhin eines meiner Standbeine sein. Außerdem sehe ich hier besonders viel Potenzial. Vor allem in Hotels, die als Familienbetrieb geführt werden, stehen Veränderungen an. Es muss regelmäßig modernisiert und adaptiert werden, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und den Wünschen der Hotelgäste zu entsprechen. Die Hotelbesitzer stehen vor der Doppelbelastung, sich einerseits um das Tagesgeschäft kümmern zu müssen und andererseits jedes Detail des Aus-, Um- oder Neubaus im Griff zu haben. Das kostet einen Hotelier mehr als nur eine schlaflose Nacht.

Wird es billiger, wenn man Sie engagiert?

Hammerschmid-Kovar (lacht): Es lohnt sich auf jeden Fall!

Kann man Sie auch für den Bau von Arztpraxen und Privatspitälern buchen? Diese Einrichtungen bekommen ja immer mehr Hotelcharakter …

Hammerschmid-Kovar: Genau so ist es. Insbesondere Privatkliniken werden immer mehr zu Hotels mit angeschlossenen OP-Sälen und Behandlungseinrichtungen. Da lässt sich viel von meiner Hotelerfahrung einbringen. Zumal der Hotelbereich in Sachen Innovation und Qualitätsmanagement immer einen Schritt voraus ist. Viele Entwicklungen und Einrichtungstrends im Privatklinik- und Wohnbereich orientierten sich an den Hotels. Dort kann man auch wunderbar neue Dinge ausprobieren, etwa neue Designs, die neueste Technik oder die Strapazierfähigkeit von Ausstattungsmaterialien testen.

Woher kommt der Name Ihres Unternehmens „5stories“?

Hammerschmid-Kovar: Hinter jedem Projekt, sei es für einen Businesskunden oder einen Privatkunden, stecken Geschichten– sehr persönliche, individuelle Geschichten. Diese arbeite ich in das jeweilige Projekt ein. Da gehören persönliche Erfahrungen und Wünsche dazu, die aktuelle Lebensphase, die zukünftigen Lebens- und Arbeitsperspektiven, die Historie von bereits bestehenden Gebäuden und der Umgebung. Wichtig ist mir, mich mit der Persönlichkeit meiner Auftraggeber sehr sorgfältig und mit viel Einfühlungsvermögen auseinanderzusetzen. Ich helfe meinen Kunden herauszufinden, was ihnen in ihrem Wohn- oder Arbeitsbereich wirklich wichtig ist, und daraus ihre Ziele für das Bauprojekt abzuleiten. Die Zahl 5 steht für die Kreativität, Individualität, Persönlichkeit, Nachhaltigkeit und Professionalität meiner Arbeit.

Arbeiten Sie allein oder im Team?

Hammerschmid-Kovar: Ich habe mir über die Jahre ein Netzwerk von professionellen Partnern aufgebaut. Dazu gehören Architekten, Baumeister, Innenausstatter und Finanzinstitute als Kreditgeber für Bauprojekte. Je nach Auftrag empfehle ich meine Partner und bringe sie zusammen.

Wo sehen Sie in Zukunft den größten Bedarf in Ihrem Bereich?

Hammerschmid-Kovar: Ganz grundsätzlich bei Unternehmen und Personen, die sichergehen wollen, dass ihr Bauvorhaben so wird, wie sie es sich vorstellen, ohne dass sie sich selbst um Details wie die Genehmigungen, die Koordination, die Beschaffung oder Vorauswahl der Materialien und Ähnliches kümmern müssen. Meine Kunden sollen sicher sein können, dass sie einen verlässlichen Partner haben, der ihre Ideen in ihrem Sinne umsetzt. Am Schluss soll alles so sein, wie es sich der Kunde vorgestellt hat.

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Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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