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Marina Tower: Der nächste Akt

Marina Tower: Der nächste Akt

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Unsere Story über den 10-jährigen Baubeginn des Marina Towers vom Juni hat es mittlerweile bis ins Magazin „Profil“ geschafft (nachzulesen in der aktuellen Ausgabe von Montag).

Das ganze Spektakel scheint nach zehnjährigem Baustart jetzt richtig Fahrt aufzunehmen – wohin, wird man sehen. „Dass sich der nicht mehr rechnen kann“, wie Kenner des Objektes laut „Profil“ glauben, dürfte so nicht ganz stimmen, denn sonst würde ja nicht so viel Aufhebens um das gesamte Projekt gemacht. Sonst würden sich die Investoren auch nicht mehr mit diesem Projekt beschäftigen, besser gesagt, mit dieser Projektentwicklung. Aber rechnet sich das Projekt vielleicht, wenn die Stadt Wien als rettender Ritter einen § 69 Bauordnung mitbringt? Oder den Projektteil Marina City mit einer Aufzonung behübscht? Was wohl notwendig sein wird, wenn Bank Austria und WIK Immobilien ihre Preisvorstellungen verwirklichen wollen.

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Apropos Preis: Insidern zufolge hat die Umplanung, die aufgrund des Einspruchs der SIGNA im Bauverfahren erforderlich wurde, viele weitere Quadratmeter Nutzfläche gekostet.

Tatsächlich dürfte sich hinter den Kulissen viel mehr bewegen als die von Markus Teufel, Geschäftsführer der 75 %-Gesellschafterin WIK Immobilien und Co-Geschäftsführer der Marina Tower Holding GmbH, laut „Profil“ angekündigte „Baugenehmigung in den nächsten Wochen“.

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Da wäre einmal die Finanzierung. Die Bank Austria soll diese einstellen wollen, und auf Anfrage der Immobilien-Redaktion hieß es aus der Bank, dass „Gerüchte nicht kommentiert werden“.

Ebenso wenig wollte man kommentieren, dass Reinhard Madlencnik, jahrelanger Leiter des Bereichs Real Estate der Bank Austria – gerüchteweise – zur SIGNA wechselt. Ob im Zusammenhang mit diesem Projekt oder nicht, sei dahingestellt, aber auf jeden Fall wäre das eine logische Entscheidung: Hol dir das Projekt und nimm am besten die Verantwortlichen gleich mit. Diese haben nämlich nicht nur Erfahrung und Wissen in einem speziellen Projekt, sondern bringen das Wissen aus jahrzehntelanger Arbeit auch in das Unternehmen ein und verschaffen der SIGNA damit einen riesigen Vorteil.

Das ist auch durchaus verständlich. Jeder Investor, der diese Möglichkeit hätte, würde sie nutzen und keine Chancen am Wegesrand liegenlassen, die sich faktisch in das System integrieren lassen und auch noch ideale Synergien bringen.

Und der russische Financier der WIK Immobilien, dem ein Baubeginn für das Frühjahr 2017 und eine Rückzahlung seines Darlehens zum 30. Juni 2017 versprochen wurde? Den kann das, was hier geboten wird, auf Dauer auch nicht amüsieren.

Dieses Spektakel kann niemanden amüsieren, und für den Standort Wien ist es auch abträglich, denn ausländische Investoren, die Interesse hätten, sich in Wien an einer Projektentwicklung zu beteiligen, wollen ihr Geld sicher anlegen. Sie werden von so einem Schauspiel definitiv nicht angelockt, in dem auch persönliche Animositäten und „ausländische Baustellen“ zum Handlungsverlauf gehören.

Dass jeder seinen Vorteil nutzen will, ist klar. Welche Wirkung das aber nach außen hat, darüber sollte man auch einmal nachdenken.

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Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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