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Investitionen in Österreich – Gewinner & Verlierer

Internationale Investoren sind in Österreich aufgrund der strengen Mietrechtsgesetze im Wohnimmobilienbereich traditionell weniger präsent als in anderen europäischen Ländern.

Betrachtet man aber auch den Büromarkt und andere Assetklassen wie Retail und Hotel, braucht sich Österreich im internationalen Vergleich nicht zu verstecken und hat im Verhältnis zur Größe des Landes sogar einen außerordentlich brummenden Transaktionsmarkt.

Beleuchtet man die Herkunft der Investoren aus dem Ausland, sieht man, dass es meist bei den üblichen Verdächtigen bleibt. Fast 60 % der internationalen Investoren, die im ersten Halbjahr 2017 Immobilien in Österreich gekauft haben, stammen aus Deutschland, wie eine CBRE-Studie bekannt gab.

Bei der Verteilung von Immobilientransaktionen lohnt ein genauer Blick, wo die Hotspots liegen. Wenig verwunderlich – es tut sich am meisten in Wien. Auch Graz und Salzburg sind im Fokus internationaler Investoren, die gleichzeitig an Städten im Burgenland aktuell wenig bis gar kein Interesse zeigen und in Vorarlberg kein Angebot mehr vorfinden.

Bleibt daher mehr Raum für heimische Investoren und neue lokale Impulse? Sowohl im Neubau als auch in der Bestandspflege müssen wir aufpassen, dass kleinere Städte und ländliche Regionen nicht komplett ins Hintertreffen geraten.

Das geht nur mit einem Schulterschluss der Branche mit Politik und Wirtschaft. Dieses Miteinander ist auch in größeren Städten unabdingbar. Wenn von unterschiedlichen Playern aneinander vorbeigeplant wird, gibt es vielleicht kurzfristige Renditen, aber keine Werte, die Generationen überdauern. Und genau diese nachhaltige Werthaltigkeit ist es schließlich, die Investoren suchen.

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Über den Autor

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Ingrid Fitzek-Unterberger

Ingrid Fitzek-Unterberger ist Bereichsleiterin Marketing & Kommunikation der BUWOG Group, zuständig für Österreich und Deutschland. Außerdem ist sie Präsidentin des Salon Real, des Frauennetzwerks in der Immobilienwirtschaft.

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