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Fussball WM – Wie viele Schwalben braucht Neymar da Silva Santos für seine Miete?
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Fussball WM – Wie viele Schwalben braucht Neymar da Silva Santos für seine Miete?

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„Ist schon interessant, dass die halbe Welt zusieht, wenn 22 Millionäre um einen Ball kämpfen!“ – so das Statement eines Laien anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Russland. Aber mit Fußball lässt sich gut Geld verdienen. Kauf- oder Mietpreise für Immobilien werden hier nicht in Jahresgehältern gerechnet, sondern in Spielminuten.

Eine Schwalbe macht schon fast einen Sommer – könnte man meinen. Zumindest gilt das für den Brasilianer Neymar. Mit einer Schwalbe inklusive Wälzen am Boden kann sich der Fußballer nämlich schon einen Großteil seiner Miete für sein Haus in Bougival bei Paris leisten. Auch wenn Brasilien sich von der Fußballweltmeisterschaft 2018 verabschiedet hat – sein Geld verdient Neymar letztendlich beim französischen Fußballklub Paris Saint-Germain. Dort bekam er in der abgelaufenen Saison laut seinem Vertrag 36.840.000 Euro. Das macht bei einer Spielzeit von 1.788 Minuten rund 20.604 Euro pro Minute. 160.000 Euro kostet die Miete seines Hauses im Jahr und damit sind acht Schwalben plus 30 Sekunden Wälzen und sonstigem Tamtam schon einmal die halbe Miete. Insgesamt müsste er acht Minuten am Spielfeld verbringen, um seine gesamte Miete zu bezahlen.

Das ist natürlich auch relativ, da es immer wieder verletzungsbedingt Ausfälle bei den Fußballspielern gibt. So läuft zwar das Gehalt weiter, aber eben nicht der Ball. Daher hat der Tormann von Bayern München, Manuel Neuer, nämlich lediglich 180 Spielminuten benötigt, um sein Zehn-Millionen-Haus am Tegernsee bei München abzuzahlen. Der Grund: Der Tormann des bayrischen Klubs verletzte sich am 18. September 2017 im Training am linken Fuß. Er wurde operiert, fiel bis zum Ende der Saison aus und absolvierte lediglich drei Ligaspiele.

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Woher die Daten stammen

Diese originellen Zahlenspiele stammen von der Firma Weissmaler, einem Anbieter für Maler- und Bodenverlegearbeiten in Deutschland. Das Ergebnis ihrer Analyse zeigt, wie lange elf Weltstars aus Nationalteams spielen müssen, damit sie den Kaufpreis für ihr Haus bzw. im Fall von Neymar die Miete für ein Jahr dafür bezahlen können. Dabei wurde der Kaufpreis, der zur Zeit des Kaufes gegeben war, berücksichtigt. Anschließend wurden die folgenden Faktoren recherchiert und berechnet: Hauspreis und Jahreseinkommen eines jeden Fußballspielers 2017/18, die Anzahl der Ligaspiele (ohne sonstige Werbeeinkommen), die Spielzeit eines jeden Spielers sowie das daraus resultierende Gehalt pro Minute.

Spieler und Gehalt

Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo von Real Madrid spielen nicht nur in Spanien in der gleichen Liga, sondern auch in Bezug auf Einkommen, Hauspreis und Spielzeiten. Messis Haus in Barcelona kostet 5.750.000 Euro, wofür der Argentinier bei einem Jahresgehalt von 35 Millionen Euro 492 Minuten in der spanischen Liga auf dem Platz stehen muss. Das sind fünfeinhalb Spiele, womit er vermutlich in einem guten Monat sein Haus abbezahlt hat. Ja, da hat es Ronaldo doch schwerer, denn er muss zu Messis Vorgabe noch 30 Minuten drauflegen. Etwa sechs Fußballspiele sind für ihn notwendig, um sein 5,4 Millionen Euro teures Haus in Madrid zu bezahlen. Bevor jetzt jemand nachrechnet: Sein offizielles Gehalt beträgt rund 10.000 Euro pro Minute.

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Das teuerste Haus der analysierten Spieler hat Mesut Özil, der beim Londoner Klub Arsenal unter Vertrag steht. Der Gesamtkaufpreis für sein Haus in der britischen Hauptstadt: 11,39 Millionen Euro. Er verdiente in der Saison 2017/18 rund 18 Millionen Euro. Das entspricht circa 8.317 Euro pro Spielminute. Somit musste er etwa 15 Mal 90 Minuten spielen, um sich sein Haus zu leisten.

Und wer ist jetzt eigentlich noch bei der WM dabei?

Zusätzliche Kilometer abseits seines Stammvereins Manchester United hat der Franzose Paul Pogba noch bei der Weltmeisterschaft 2018 zu absolvieren. Dafür ist aber die „Arbeitszeit“ in der englischen Premier League so weit erträglich. 420 Minuten muss Pogba auf dem Platz stehen, damit er sich sein 3,3 Millionen teures Haus in Manchester leisten kann.

Und die Österreicher?

Auch wenn Österreich bei der WM nicht vertreten war, so wurden doch drei heimische Spieler von Weissmaler (https://www.weissmaler.de) analysiert. „Meine Zukunft liegt sicher in New York“, meinte Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs. Dort hat er auch ein Haus um 2,3 Millionen Euro gekauft, wofür rund 1.477 Spielminuten beim englischen Klub Leicester City zur Finanzierung notwendig waren. Übrigens war Fuchs der erste Österreicher in der englischen Premier League (Saison 2016/17), der mit seiner Mannschaft Meister wurde. 837 Minuten muss David Alaba von Bayern München für sein 3,5 Millionen teures Anwesen in Kirchberg in Tirol auf dem Platz stehen. Lediglich 402 Spielminuten benötigt Marko Arnautovic vom Londoner Fußballklub West Ham United, um sein Haus im Wert von 940.000 Euro bezahlen zu können.

Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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