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Wiener Bauordnung – die Zukunft des leistbaren Wohnens?

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Zwei Aussagen haben mich in der letzten Zeit hellhörig gemacht: Bei der Pressekonferenz vom Immobilienring sagt Georg Spiegelfeld: „Konnte man sich im Jahr 2006 mit zehn durchschnittlichen Jahresnettogehältern noch eine etwa 120m2 Wohnung in der Stadt leisten, so sind es 2018 nur noch rund 75m2.“
Das muss man sich vorstellen: 12 Jahren verlieren wir 40 Prozent Wohnfläche.

Das hat aber nicht nur mit den steigenden Preisen zu tun, wie Spiegelfeld meint: „Sondern damit, dass sich die Preise für Wohnimmobilien immer stärker vom verfügbaren Einkommen entkoppeln. Der finanzielle Aufwand in Relation zum Einkommen hat enorm zugenommen.“ Das Einkommen hat in den letzten zehn Jahren stagniert oder sogar einen Reallohnverlust erlitten.

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Das betrifft den Kauf.

Bei der Miete ist es ähnlich: Laut einer Umfrage im Auftrag der Immobilienrendite AG sind die Österreicher und Österreicherinnen bereit pro Haushalt im städtischen Raum 650 Euro für Wohnen auszugeben. Wunsch und Realität gehen da auch immer weiter auseinander.

Da schrillen die Alarmglocken. Wenn man die Entwicklung linear weiter betrachtet, dann geht die Schere Preise und Einkommen immer weiter auf – bis zu einem Punkt an dem sie nicht mehr weiter aufgehen kann. Ich habe in den letzten 20 Jahren kein vergleichbares Szenario gesehen. Daher glaube ich, dass das Thema des leistbaren Wohnens nur auf die Immobilienwirtschaft zu schieben etwas kurz gegriffen ist. Und das Thema leistbares Wohnen für politische Zwecke und Hickhack benützen das geht gar nicht. Man muss Lösungen finden und – das geht nur im Miteinander. Und dass man auch aufeinander hört.

Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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