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Die wollen doch nur spielen: Für Österreicher sind tobende Kinder nebenan kein Problem

Die wollen doch nur spielen: Für Österreicher sind tobende Kinder nebenan kein Problem

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88 Prozent der Österreicher haben kein Problem mit Kinderlärm in der Nachbarschaft / Familienorientierte Generation: Ein Viertel der 18- bis 29-Jährigen freut sich sogar über Geschrei und Getrampel / Wen kleine Rabauken nebenan nerven, für den ist Kinderlärm oft ein No-Go bei der Wohnungssuche

Getrampel über der Wohnung, Fußballspiel im Hinterhof, nächtliches Babygeschrei – die Österreicher bleiben trotzdem gelassen. 88 Prozent haben grundsätzlich kein Problem mit Kinderlärm in der Nachbarschaft. Das ergab eine Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs.

Während sich knapp ein Drittel der Befragten (30 Prozent) nicht weiter an Kinderlärm stört, sind 41 Prozent der Meinung, dass Radau vom Nachwuchs zum Alltag gehört und zu gewissen Uhrzeiten toleriert werden muss – sofern mutwilliges Gepolter in der Wohnung darüber nicht die Nachtruhe stört oder der Spielplatz gegenüber nicht am frühen Sonntagmorgen lautstark belagert wird. Für knapp 17 Prozent ist Kindergeschrei sogar Musik in den Ohren – sie freuen sich über spielenden Nachwuchs in der
Nachbarschaft.

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Junge Familien: Kinderkrach bei den 18- bis 29-Jährigen willkommen

Das trifft in besonderem Maß auf die Befragten zwischen 18 und 29 Jahren zu. Für ein Viertel von ihnen (25 Prozent) ist Kinderlärm in der Nachbarschaft nicht nur akzeptabel, sondern sogar willkommen, weil sie Kinder mögen oder selbst Nachwuchs haben. Auch die große Mehrheit der Pensionisten (91 Prozent) bleibt bei Kinderkrach gelassen. Sie akzeptieren ihn entweder zu bestimmten Uhrzeiten (43 Prozent) oder er macht ihnen nichts aus (34 Prozent). Damit widerlegen sie das häufige Vorurteil, ältere Menschen hätten kein Verständnis für den lauten Nachwuchs des Nachbarn.

 

Kinderlärm als No-Go bei der Wohnungssuche

Tobende und schreiende Kinder nebenan sind allerdings nicht jedermanns Sache: Knapp jedem 8. Österreicher (12 Prozent) rauben die lärmenden Kinder der Nachbarn den letzten Nerv. Häufig ziehen sie daraus ihre Konsequenzen: Für zwei Drittel (66 Prozent) ist Kinderlärm nebenan ein absolutes K.o.-Kriterium bei der Wohnungssuche. Bemerken sie während der Besichtigung einen Spielplatz vor der Haustür oder Geschrei im Treppenhaus, verzichten sie lieber auf die neue Bleibe und suchen weiter. Mehr als jeder 5. (21 Prozent) würde einen Umzug in Betracht ziehen, wenn er Kinderkrach erst nach dem Einzug feststellt.

 

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

 

Kinderlärm in der Nachbarschaft ist für mich …

 

  • willkommen: 17 Prozent
  • egal, nicht weiter störend: 30 Prozent
  • etwas, was ich zu bestimmten Zeiten tolerieren muss: 41 Prozent
  • störend: 12 Prozent

Für diejenigen, die sich am Krach des Nachwuchses stören, ist Kinderlärm (Mehrfachantworten möglich):

 

  • ein Ausschlusskriterium bei der Wohnungssuche: 66 Prozent
  • ein Umzugsgrund: 21 Prozent
  • ein Grund, der immer wieder zu Streit mit dem/den Nachbarn führt: 18 Prozent
  • ein Grund, die Miete zu mindern: 11 Prozent
Ein Beitrag von:

Dieter D. Kendler Dieter D. Kendler hat Philosophie und Psychologie an der Universität Wien und Berlin studiert. Während seines Studiums arbeitete er in einer Privatdetektei und einer Hausverwaltung. Aus dieser Kombination entspringt auch seine Vorliebe für Journalismus und Immobilien. Er lebt derzeit in Bielefeld und ist selbständiger Journalist. In seinen Texten behandelt er vorwiegend philosophische, psychologische und wissenschaftliche Themen – und ab und zu auch immobilienspezifische.

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