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DC Tower 3, S + B Gruppe schließt mit Greystar den größten Deal der Firmengeschichte ab

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Mit dem DC Tower 3 in der Donaucity verkaufte die S+B am Donnerstag ihr bisher größtes Immobilieninvestment in der Firmengeschichte. Die Immobilien-Redaktion im Interview mit Wolfdieter Jarisch, Gesellschafter und Vorstand der S+B Gruppe.


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Im Interview
Am Donnerstag den 25.10. hat die S+B Gruppe den DC Tower 3 an einen amerikanischen Investor verkauft.

Jarisch: Es wurde ja bereits im Vorfeld viel gemunkelt, aber am Donnerstag wurde die letzte Unterschrift unter den Vertrag gesetzt. Der DC 3 wurde an die Firma Greystar verkauft, die das Projekt gemeinsam mit der Partners Group erworben hat. Das ist das größte Objekt seit dem Bestehen unserer Gesellschaft, das wir als Alleineigentümer im Portfolio hatten und verkauft haben.

Das heißt, der Verkauf des DC 3 ist der größte Deal der S+B?

Jarisch: Ja. Es ist die größte Immobilientransaktion, die wir in der Firmengeschichte je durchgeführt haben. Es handelt sich bei dem DC 3 um einen 110 Meter hohen Turm mit 34 Stockwerken, und es werden rund 900 Apartments entstehen. Wir haben das Projekt entwickelt, eine rechtskräftige Baugenehmigung, und wir haben mit den Vorbereitungsarbeiten bereits begonnen. In den nächsten Monaten starten wir mit den Tiefbauarbeiten. Für Mitte 2021 ist die Fertigstellung geplant.

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Können Sie etwas über den Investor sagen?

Jarisch: Greystar wurde 1993 vom Amerikaner Bob Faith gegründet. Es ist ein großer amerikanischer Konzern, der Studentenhäuser, Seniorenheime und auch gewerbliche Wohnungen in der ganzen Welt betreibt und vermietet. In Österreich war der DC 3 das erste Projekt, das Greystar gekauft hat – in diesem Fall gemeinsam mit der Partners Group.

Wie viele potenzielle Käufer beziehungsweise Interessenten gab es für den DC 3?

Jarisch: Das Interesse war prinzipiell enorm hoch, und wir haben mit einer Handvoll Investoren Gespräche geführt. Vor gut einem Jahr wurde mit Greystar bereits ein Vorvertrag unterschrieben, und ab dann haben wir die Details abgestimmt. Das Gebäude wird ja auch von uns – beziehungsweise von der Firma i+R Bau GmbH – errichtet.

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Um wie viel werden die Apartments vermietet?

Jarisch: Der Markt ist überall gleich und ich denke daher, dass die Miete monatlich ab 750 Euro ausmachen wird – inklusive aller Kosten.

Ist das nicht sehr teuer?

Jarisch: Die Preisgestaltung obliegt Greystar, aber Sie dürfen nicht vergessen, dass der Markt anders ist, als wir es in den letzten Jahrzehnten gewohnt waren. Wien ist mittlerweile die größte deutschsprachige Studentenstadt und wird bald die größte Europas sein. Es gibt nicht mehr nur den klassischen Studenten, der nach Wien kommt und hier sein Studium beginnt und vollendet.

Viele ausländische Studenten kommen über Austauschprogramme wie das Erasmus Student Network im Schnitt für ein halbes Jahr oder ein Jahr nach Österreich. Dann ziehen sie wieder zurück oder in eine andere Stadt und machen dort den nächsten Abschnitt ihres Studiums.

Daher ist diese Form des Wohnens günstiger, als sich auf dem freien Markt eine Wohnung zu suchen mit Kautionen, Nebenkosten, einer Mindestdauer des Mietvertrags oder Kündigungsfristen. Abgesehen davon: Ein Vermieter, der weiß, dass jemand nach zwölf Monaten wieder auszieht, hat auch nicht unbedingt eine große Freude, diese Wohnungen an Studenten zu vermieten.
Es sind aber nicht nur Apartments für Studenten.

Wer soll noch angesprochen werden?

Jarisch: Die UNO City und die Konferenzzentren sind ebenfalls Märkte, die bedient werden können. Vonseiten der UNO herrscht großes Interesse, und man hat wegen einer Kooperation auch schon bei uns angefragt. Aber das wird Greystar als Betreiber direkt verhandeln. Das hat mit uns nichts zu tun. Ich denke aber, dass Greystar hier sehr flexibel sein wird und dass sich eine Aufteilung nach dem Bedarf richten wird.

Was ist für Sie das Besondere am DC Tower 3?

Jarisch: Er ist eines der drei höchsten Studentenhäuser Europas, und eine große Besonderheit besteht darin, dass jedes Zimmer ein dreieckiges Fassadenelement hat. Das springt aus der Innenhülle heraus, und dort befindet sich eine Sitzbank. Das heißt, jeder Bewohner hat zum Lernen, Musikhören, Genießen oder Entspannen eine eigene Fensterbank mit traumhaftem Ausblick. Und noch ein Punkt: 1.000 neue Bewohner können nur gut sein, denn sie bringen mehr Leben in die Donaucity.

Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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