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Bis zu 90 Euro pro Monat: Autostellplätze in Österreichs Großstädten häufig Luxus

Bis zu 90 Euro pro Monat: Autostellplätze in Österreichs Großstädten häufig Luxus

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In den 5 größten Städten Österreichs sind Stellplätze oder Garagen fürs Auto nicht selten ein Luxusgut, das zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.at / Teures Parken: In Wien und Innsbruck kostet die Miete für einen Stellplatz oder eine Garage 90 Euro pro Monat / Die günstigsten Stellplätze gibt es in Graz mit Preisen von monatlich 66 Euro

Nürnberg/Wien, 28. November 2018. Mehr als die Hälfte der Österreicher besitzt ein Auto – doch dessen Unterhalt ist teuer. Neben den üblichen Steuern, Versicherungs- und Benzinkosten kommt häufig noch die Miete für einen Stellplatz dazu. Denn wer sich nicht täglich auf Parkplatzsuche begeben möchte, kommt besonders in den Großstädten um einen eigenen Parkplatz nicht herum. Dieser ist in vielen Städten aber alles andere als billig. Die höchsten Mieten werden in Wien und Innsbruck verlangt. 90 Euro (Median) müssen dort Autofahrer für eine Parkmöglichkeit bezahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Preis-Analyse der Mieten von Stellplätzen und Garagen in den 5 größten Städten Österreichs. Je näher der Stellplatz am Zentrum liegt, desto höher werden die Mieten. Besonders in der Innenstadt Wiens sind Preise jenseits von 100 Euro Normalität.

Günstigste Stellplätze in Graz

Etwas preiswerter parken Stellplatzmieter in Salzburg (87 Euro) und Linz (80 Euro). Die mit Abstand günstigste der 5 untersuchten Großstädte ist Graz: In der steirischen Landeshauptstadt werden Garagen und Stellplätze für monatlich 66 Euro angeboten.

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Immerhin bleiben die Stellplatzpreise auf relativ konstantem Niveau: In Innsbruck und Wien sind sie sogar leicht rückläufig. 2016 kostete eine Stellfläche noch jeweils 5 Euro mehr. Lediglich in Salzburg sind die Mieten minimal gestiegen. Großen Einfluss auf die Höhe der Preise hat dabei das aktuelle Verhältnis von Angebot und Nachfrage: Die im Bundesland gültige Bauordnung regelt dabei, wie viele Autostellplätze pro neu gebauter Wohneinheit bereitgestellt werden müssen. Beim Neubau von Wohnungen soll beispielsweise in Wien für je 100 Quadratmeter Wohnfläche ein Stellplatz errichtet werden. Dies hat in der Vergangenheit zu einem Überangebot an Stellplätzen geführt. Kritiker halten die hohen Stellplatzzahlen aber vor allem in den Großstädten für nicht mehr zeitgemäß und für einen unnötigen Kostentreiber beim Wohnungsneubau. Sie fordern daher eine Entkoppelung von Wohnungs- und Stellplatzmarkt. Dies könnte vor allem in Städten mit hohem Zuzug und Neubautätigkeit dazu führen, dass Stellplätze knapp und damit teuer werden.

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

Berechnungsgrundlage
Datenbasis für die Berechnung der Stellplatz-Mietpreise in den 5 größten Städten Österreichs waren 9.900 Garagen und Stellplätze, die im Jahr 2016 und 2017 auf immowelt.at inseriert wurden. Die Preise spiegeln den Median der Nettomieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Ein Beitrag von:

Dieter D. Kendler Dieter D. Kendler hat Philosophie und Psychologie an der Universität Wien und Berlin studiert. Während seines Studiums arbeitete er in einer Privatdetektei und einer Hausverwaltung. Aus dieser Kombination entspringt auch seine Vorliebe für Journalismus und Immobilien. Er lebt derzeit in Bielefeld und ist selbständiger Journalist. In seinen Texten behandelt er vorwiegend philosophische, psychologische und wissenschaftliche Themen – und ab und zu auch immobilienspezifische.

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