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willhaben Marktübersicht 2019: Mietwohnungspreise in Österreich steigen weiterhin an

Mieten in mehr als 80 Prozent der analysierten Bezirke gestiegen. Stärkste Steigerung in Simmering und Eisenstadt, größter Preisrückgang in Oberpullendorf. Durchschnittlich höchste Mieten weiterhin im 1. Bezirk in Wien, Innsbruck und Kitzbühel.

Auch heuer hat die Immobilienplattform willhaben wieder die Angebotspreis-Entwicklung österreichweit am Mietwohnungsmarkt untersucht. Mehr als 235.000 entsprechende Anzeigen wurden dabei analysiert. Verglichen wurden die jeweiligen Angebotspreise aus dem Kalenderjahr 2017 gegenüber 2018: In mehr als 80 Prozent der untersuchten Bezirke des Landes zogen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise von Mietwohnungen weiter an.

Die deutlichste Aufwärtsentwicklung im Beobachtungszeitraum verzeichnete Simmering (7,6 %). Mit einem Minus von 4,2 Prozent gingen die Quadratmeterpreise in Oberpullendorf hingegen am stärksten zurück. Betrug die bundesweite Preissteigerung bei der Vorjahresuntersuchung noch im Schnitt 2,6 Prozent, so kam sie nun auf durchschnittlich rund 1,8 Prozent.

Kürzlich veröffentlicht: Angebotspreis-Entwicklung von Eigentumswohnungen in ganz Österreich 

Die höchsten Quadratmeterpreise in Österreich

Die höchsten Quadratmeterpreise für Mietwohnungen waren laut Auswertung in Wien, Tirol und Salzburg zu finden. So liegt der Angebotspreis im ersten Wiener Gemeindebezirk bei 18,91 EUR, in Innsbruck bei 16,85 EUR und im Bezirk Kitzbühel bei 15,29 EUR pro Quadratmeter. Die Top drei werden dicht gefolgt von Salzburg-Stadt mit 15,22 EUR, Wien-Döbling mit 15,12 und Wien-Donaustadt mit 14,84 EUR.

Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr

Verzeichnete 2017 Oberpullendorf mit 15,6 Prozent noch den stärksten Aufwärtstrend, waren solch starke Anstiege in der aktuellen Untersuchung nicht enthalten. Die prozentuell höchste Steigung 2018 liegt bei 7,6 Prozent in Simmering, gefolgt von sieben Prozent in Eisenstadt. 

Die günstigsten Mieten

Wo in Österreich am günstigsten gemietet werden kann, zeigt die Erhebung ebenso. In Hermagor und Oberpullendorf liegen die Preise bei rund 6,6 EUR dicht gefolgt von Gmünd, dem Murtal und burgenländischen Oberwart mit rund 7,1 EUR pro Quadratmeter.

Die Bundesländer im Detail

Wien
Die Mietpreise steigen weiter an. In Wien ist in 22 von 23 Bezirken eine Preissteigerung von bis zu 7,6 Prozent ersichtlich. Die Mietwohnungen kamen tendenziell etwas höher bepreist auf den Markt, am deutlichsten in Simmering (7,6 %), gefolgt von Liesing (6,7 %), Brigittenau (6,6 %) und Favoriten (6,2 %). Ähnliche Preiszuwächse gab es in Donaustadt mit 5,7 Prozent und Floridsdorf mit einem Plus von 4,5 Prozent, dicht gefolgt von Margareten (4 %), Meidling (3,9 %), Leopoldstadt (3,6%) und Ottakring (3,1 %). Die Angebotspreise für Mietwohnungen in Döbling, Rudolfsheim-Fünfhaus, Landstraße und Penzing liegen diesmal im Schnitt rund 2,5 Prozent höher. Mit 18,91 EUR ist in der Inneren Stadt der Quadratmeter am höchsten. Der Preisanstieg zum Vorjahr liegt aber bei geringen 1,3 Prozent, ebenso in Mariahilf (1,3 %), in Hietzing (1,2 %) und in der Josefstadt (1,2 %). Die niedrigste Bewegung im Jahresvergleich gab es bei den Angebotspreisen in Wieden (0,9 %), in Hernals (0,5 %), am Alsergrund (0,3 %) und in Währing (0,1 %). Neubau musste ein Minus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. 

Niederösterreich
Auch in Niederösterreich war ein starker Aufwärtstrend bei den Mieten zu sehen. Die höchsten Quadratmeterpreise sind im Wiener Speckgürtel zu verzeichnen. Im absoluten Spitzenfeld liegen die Bezirke Mödling (12,50 EUR/m²), Korneuburg (11,35 EUR/m²), Tulln (11,33 EUR/m²) und Baden (10,68 EUR/m²), wobei dieser im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent günstiger geworden ist. Einen deutlichen Zuwachs konnte willhaben in Hollabrunn (6,5 %), Gänserndorf (5,4 %), Mödling (4,2 %) und St. Pölten (4,1 %) feststellen.

Eine leicht rückläufige Entwicklung gab es hingegen in Baden (-0,5 %) und Lilienfeld (-0,2 %).

Mit -2,7 Prozent ist in Waidhofen an der Ybbs Niederösterreichs stärkster Rückgang der Angebotspreise für Mietwohnungen erfolgt. Am günstigsten mietet man in Gmünd, hier liegt der Quadratmeterpreis bei 7,13 EUR.

Burgenland
Im Gegensatz zur Vorjahreserhebung kamen die Mietwohnungen in Eisenstadt (7 %), Oberwart (2,3 %), Neusiedl am See (2,3 %) und Güssing (1,8 %) teurer auf den Markt. Die teuersten Pflaster im Burgenland bleiben Eisenstadt und Neusiedl am See mit rund 9,2 EUR am Quadratmeter. Die günstigsten Mietpreise fand man im Schnitt in Oberpullendorf (6,71 EUR/m²) und Güssing (7,06 EUR/m²). Ein Rückgang der Mietpreise konnte in Jennersdorf (-3,4 %), Mattersburg (-2,4 %) und Eisenstadt-Umgebung (-0,7 %) erhoben werden.

Kärnten
Wie bereits 2017 kamen 2018 Mietwohnungen in Villach und Klagenfurt mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von rund 10 EUR pro Quadratmeter auf den Markt. Die Aufwärtsentwicklung im Vergleich zu 2017 verlief jedoch moderater (1,8 % in Klagenfurt, 2,2 % in Villach). Wolfsberg hingegen ist Kärntens großer Verlierer mit einem Rückgang von -2,1 Prozent. Die günstigsten Angebote fand man am ehesten im Bezirk Hermagor (-1,0% und ca. 6,60 €/m²). Die höchsten Steigerungen gab es in Villach-Land (6,6 %), Völkermarkt (5 %), Klagenfurt-Land und Spittal an der Drau (beide 3,7 %). 

O
berösterreich
In Oberösterreich legten die Preise weiterhin leicht zu. In Linz kamen die Mietwohnungen im Vergleich zu 2017 um 1,6 % teurer auf den Markt – der durchschnittliche Quadratmeterpreis blieb bei rund 11 EUR. Das ist gleichzeitig der höchste Preis im Bundesland, dicht gefolgt Vöcklabruck (10,89 EUR/m²). Der Bezirk Gmunden liegt mit 10,17 EUR pro Quadratmeter noch im absoluten Spitzenfeld, muss aber im Gegensatz zu 2017 einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent verbuchen. Gegenüber dem Vorjahr am optimistischsten waren die Vermieter in Wels-Land (3,1 %) und Braunau am Inn (4,6 %). Rückläufige Entwicklungen gab es in Steyr-Land (-3,1 %) und Schärding (-1,0 %). In den Bezirken Wels-Land (-0,9 %), Freistadt (-0,6 %), Gmunden (-0,4 %), Ried im Innkreis (-0,1 %) sowie in Linz-Land (0,1 %), Grieskirchen (0,5 %) und Kirchdorf an der Krems (0,6%) gab es nur marginale Änderungen.

Salzburg
In Salzburg legte die Angebotspreisentwicklung weiterhin zu. Am deutlichsten in Hallein (5,5 %) und in Salzburg-Stadt (4,3 %). Im Gegensatz dazu verlief die Entwicklung in Tamsweg moderat (1,9 %). Noch flacher war die Aufwärtskurve nur in Zell am See (0,4 %). In Salzburg-Umgebung und Sankt Johann im Pongau ist im Vergleich zum Vorjahr ein Aufwärtstrend rund um zwei Prozent zu erkennen. 

Steiermark
Scheinen sich die Preise in Murau (0,1 %), Leoben (0,2 %) und in der Südoststeiermarkt (0,2 %) eingependelt zu haben, stiegen die Quadratmeterpreise in Graz-Umgebung auf 10,71 EUR/m² und in Leibnitz auf 9,11 EUR/m² an. Nur in Liezen (-2,2 %), Voitsberg (-0,3 %) und Graz (-0,2 %) gab es eine rückläufige Entwicklung. Dennoch liegt in der Landeshauptstadt der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 11,31 EUR, dem Spitzenwert in der Steiermark. 

Tirol
In sämtlichen ausgewerteten Tiroler Bezirken wurden die Angebotspreise für Mietwohnungen leicht angehoben. Die höchste Steigerung gab es dabei in Kufstein (4,6 %). Auch in den Bezirken Kitzbühel (3,8 %) und Imst (4,2 %) sind die Preise am Steigen. In Osttirol (Lienz) ist auch heuer ein rückläufiger Trend (-1,6 %) zu erkennen. In der Hauptstadt Innsbruck, dem Speckgürtel Innsbruck-Land und in Schwaz ist ein leichter Aufwärtstrend rund um 1,7 Prozent sichtbar.

Methodik
Für die Auswertung wurden Angebotspreise für ganz Österreich für das Jahr 2018 mit jenen von 2017 verglichen. Dazu wurden hunderttausende Inserate von willhaben herangezogen, die im Betrachtungszeitraum von 1.1.2017 bis 31.12.2017 bzw. von 1.1.2018 bis 31.12.2018 online waren. Diese Rohdaten wurden um Doubletten bereinigt, mit Immobilienexperten realistische Bandbreiten für die Objekteigenschaften definiert und Ausreißer mit statistisch-mathematischen Methoden eliminiert. Danach wurden mehr als 235.000 Inserate für die Detail-Analyse herangezogen. In der Grafik oder der Tabelle fehlende Bezirke sind durch zu stark schwankende bzw. zu geringe Datenmengen aus den Jahren 2017 und 2018 bedingt.

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