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RE/MAX: Wohnungsmarkt weiter auf sehr hohem Niveau

Über 50.000 Wohnungsverkäufe im Wert von 10,9 Mrd. Euro im Jahr 2018

Eigentums-Wohnungsmarkt-Analyse auf Basis aller Grundbucheintragungen

  • Verkaufszahlen: neuer Rekord, die stärksten Steigerungen in der Steiermark und in Vorarlberg
  • Wohnungspreise 2018: Steigerung im Ö-Schnitt im Bereich der Inflationsrate
  • Mit Abstand geringste Preissteigerung (+1,8%) bei Wohnungen seit 2009
  • Typischerweise kostete 2018 eine Wohnung in Österreich 197.687 Euro
  • Teuerster Bezirk außerhalb Wiens: wieder Kitzbühel
  • Teuerste Bundesländer: Vorarlberg vor Tirol und Salzburg
  • Teuerste Landeshauptstädte: Bregenz vor Salzburg und Innsbruck
  • Österreich: im Fünf-Jahres-Vergleich +22%,
  • Wohnungspreise im Fünf-Jahres-Vergleich: Burgenland: +47%, vor Vorarlberg +42% und Oberösterreich +40%
  • Wohnungsgrößen beinahe unverändert

Amstetten, am 3.4.2019 – Der Wohnungsmarkt in Österreich lieferte 2019 zum fünften Mal in Folge einen Mengenrekord. 50.222 Wohnungen wurden lt. RE/MAX ImmoSpiegel im Amtlichen Grundbuch verbüchert. Das sind um +1,3% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017. Der Verkaufswert der gehandelten Wohnungen stieg dabei um +364 Mio. Euro auf 10,9 Mrd. Euro. Das sind um +3,4% mehr als im Jahr zuvor.
Die Basis für die Berechnungen von RE/MAX, Österreichs größtem Immobilien-Experten-Netzwerk, lieferte IMMOunited, die Experten für Immobiliendaten, in Form der Kaufvertragssammlung. Diese Datensammlung umfasst alle in ganz Österreich tatsächlich verkauften und verbücherten Wohnungen und nicht wie bei anderen Veröffentlichungen nur Stichproben oder Online-Angebotspreise.
„Vier Bundesländer verzeichnen bei der Anzahl der gehandelten Wohnungen Steigerungen, nämlich Vorarlberg und Steiermark, aber auch Oberösterreich und Wien. Beim Wert der verkauften Wohnungen sind diese vier Bundesländer und zusätzlich noch Tirol und Salzburg über dem Vorjahresergebnis. Auf Bezirksebene fallen diese Werte durchaus höchst unterschiedlich aus. Auch die Preise bei Eigentumswohnungen sind 2018 – wie von uns prognostiziert – im Österreich-Schnitt nur im Bereich der Inflationsrate gestiegen“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

Jede vierte Wohnung kostet unter 120.000 Euro 
Niedrigster Wohnungs-Preisauftrieb seit 2009

Die Analyse aller Kaufverträge zeigt, dass ein Viertel aller 2018 gehandelten Wohnungen in Österreich weniger als 120.000 Euro kostete. Die Preise im obersten Viertel aller verkauften Wohnungen beliefen sich auf mindestens 265.000 Euro. Damit sind die Preise an der Grenze zum unteren Viertel um +2,4% gestiegen, an der zum oberen dagegen nur um +1,3%. Typischerweise kostete 2018 eine Wohnung in Österreich 197.687 Euro und damit um +1,8% mehr als 2017. Diese Preissteigerung ist die mit Abstand geringste seit 2009, dem ersten Jahr der RE/MAX ImmoSpiegel-Analysen.

Im Fünf-Jahres-Vergleich haben damit die typischen Preise der Eigentumswohnungen bundesweit um +22,4% angezogen. Dabei hat das untere Preisviertel um +34,8% zugelegt, und das obere Viertel um +17,3%. Besonders an Preis und Wert haben seit 2013 die Wohnungen im Burgenland (+46,7%), Vorarlberg (+42,4%) und Oberösterreich (+39,8%) zugelegt, während Wien 2013 einen 10,0% Sprung vollführte und danach vergleichsweise moderat in den folgenden fünf Jahren nur mehr um insgesamt +14,8% zulegte.

Wohnungsgröße konstant

Der langfristige Trend zu kleineren Wohneinheiten hat 2018 entweder kurz ausgesetzt oder sein Ende erklärt: 66,9 m² waren die gehandelten Wohnungen 2017 lt. RE/MAX Austria Statistik im Schnitt groß und 67,0 m² im Jahr 2018, also praktisch gleich groß. Nichtdestotrotz klafft zwischen einer typischen 2010er Wohnung und einer, die 2018 veräußert wurde, ein Größenunterschied von 9,0 m2.

„Der Trend, insbesondere kleinere Wohnungen als Geldanlage oder Spekulationsobjekt anzuschaffen und auch schneller wieder abzustoßen, hat sich in den Jahren verstärkt. Kleine Wohnungen werden tendenziell kürzer behalten und im selben Zeitraum öfter verkauft als große“, erklärt Managing-Director von RE/MAX Austria, Mag. Anton Nenning. „Familienwohnungen sind oft Lebensentscheidungen. Für Single- und Anleger-Wohnungen, die ja meistens auch kleiner sind, ist die Behalte-Perspektive von Haus aus kürzer. Auch bei Neubauten wird natürlich versucht, kleinere, aber effizient geschnittene Wohneinheiten anzubieten. Dies kommt dem demografischen Trend zum Single-Haushalt und den Preiserfordernissen der Käufer entgegen.“

Neu- und Erstbezug oder Bestandsimmobilie

Während 2017 ein Drittel der Wohnungskäufe Erstbezugsobjekte betrafen, war dies 2018 nur mehr ein Viertel. Dabei waren die „Neuen“ im Schnitt um +30% teurer als die „Alten“. Am geringsten war der Preisabstand in Wien und im Burgenland mit +18%, am höchsten in Niederösterreich und Kärnten mit 42%, knapp gefolgt von Tirol, Steiermark und Vorarlberg.

WIEN:
Mehr als ein Drittel des Eigentumswohnungsmarkts in Wien

Gut ein Drittel des heimischen Eigentumswohnungsmarktes spielte sich in Wien ab: 3,8 Mrd. Euro investieren Wohnungskäufer in die neue Bleibe oder in ihr Anlageobjekt. Das waren 34,9% des Bundeswertes. Die 14.919 in Wien verkauften Wohnungen stellten 29,7% aller 50.222 in Österreich gehandelten Eigentumswohnungen dar. Mit 1,6% mehr Verkäufen lag Wien knapp über dem Bundesschnitt, mit 4,1% Wertzuwachs ebenfalls.

Wiener Eigentumswohnung-Preise steigen langsamer als die Inflationsrate

Ein Viertel aller Wiener Wohnungen kostete laut RE/MAX ImmoSpiegel weniger als 143.253 Euro und ein Viertel mehr als 300.000 Euro. Typischerweise lag der Kaufpreis für eine Eigentumswohnung in Wien bei 228.820 Euro.
An der Grenze zum unteren Preisviertel stiegen die Wohnungspreise um historisch magere +1,5%, an der oberen Preisviertel-Grenze um +1,7%. Über alle gehandelten Wiener Wohnungen brachte das im Schnitt einen leichten Preisanstieg um +1,8%. Der VPI zog dagegen zeitgleich um 2,0% an.

Wohnungsgrößen in Wien derzeit konstant

Die typische Wohnungsgröße hat sich 2018 mit 63,1 m2 gegenüber 2017 nicht verändert. Das erfolgte schon in den Jahren davor. Fünf Jahre zuvor lag der Wert bei 75,1m², das bedeutet eine Reduktion um -16%.
Auf den Quadratmeter umgerechnet kostete 2018 lt. den RE/MAX-Experten eine Wohnung in Wien typischerweise 3.865 Euro und damit um 119 Euro mehr als 2017. Im Fünf-Jahres-Vergleich ist das ein Plus von einem Viertel (+24,9%).

Eigenes Wohnungseigentum gleich nah oder fern wie vorher

Die sozialpolitische Sprengkraft der Wohnungspreise hat sich nach all den Jahren mit enormen Teuerungen im unteren Preissegment zwar nicht entschärft – schließlich ist nichts billiger geworden – aber auch nicht noch weiter zugespitzt: um +1,7% erhöhte sich der Maximalpreis pro Quadratmeter im unteren Preissegment auf 3.029 Euro. Diese Steigerung von +38,5% in fünf Jahren trifft natürlich gerade jene Käufer, die dabei sind, sich eine Eigentumswohnung anzuschaffen und freut andererseits die Verkäufer.
Im Vergleich dazu haben die Preise im oberen Preisviertel zwar im Jahresvergleich um +4,2% zugelegt, im Fünf-Jahres-Vergleich waren es dennoch nur +17,4%, also nicht einmal die Hälfte vom Einstiegspreissegment. Sie lagen 2018 bei 4.669 Euro/m².

Lage: wichtigster Preisfaktor

Wie erwartet liegen die typischen Quadratmeterpreise in Wien 1 am höchsten, nämlich bei 9.498 Euro. Das ist um -6,5% weniger als 2017. Jede vierte Eigentumswohnung in der Inneren Stadt ging sogar um mehr als 12.340 Euro (-3,0%) pro Quadratmeter an neue Eigentümer.
Ein Viertel aller Wohnungen mit Nobeladresse 1010, kostete lt. den RE/MAX-Analysen weniger (!) als 6.900 Euro/m². Zum Vergleich: drei Viertel aller Wohnungsquadratmeter im zweitteuersten Bezirk, in Alsergrund, kosteten weniger als 6.654 Euro. 
Der typische Quadratmeterpreis in Alsergrund belief sich auf 5.536 Euro, +13,6% im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls noch am Podest: Josefstadt mit 5.068 Euro im Schnitt (+3,2%).

Nicht mehr am Stockerl

Auf den Plätzen folgen Mariahilf mit 4.960 Euro (+4,9%), Döbling mit 4.948 Euro (+9,0%),
Wieden mit 4.827(-16,4%) und Währing mit 4.730 Euro (+9,2%) pro Quadratmeter.
Mit einigem Abstand kommen dann die Bezirke Landstraße mit 4.380 Euro/m² (+5,3%) und Hietzing mit 4.289 Euro (+2,8%).

Meidling teurer als Vorarlberg

Allesamt unter der 4.000-Euro-Grenze und knapp beisammen rangieren Leopoldstadt mit Quadratmeterpreisen von 3.910 Euro (-3,9%), Donaustadt mit 3.872 Euro (+2,0%), Hernals mit 3.807 Euro (+3,6%), Margareten mit 3.786 Euro (-0,2%), Meidling mit 3.777 Euro (+4,7%) und Neubau mit 3.759 Euro (-20,1%). Bei 3.729 Euro liegt vergleichsweise der Schnitt in Vorarlberg.

Penzing höher als Tirol

Liesing eröffnet eine Fünfergruppe mit 3.575 Euro (-2,0%), knapp darunter Rudolfsheim-Fünfhaus mit 3.557 Euro (+10,3%) und Favoriten mit 3.537 Euro pro Quadratmeter (+6,4%) sowie Floridsdorf mit 3.514 Euro (+6,1%) samt Penzing mit 3.459 Euro (-2,3%).
Darunter liegen wiederum die typischen Wohnungspreise in Tirol (3.343 Euro).
Im Schnitt die günstigsten Quadratmeterpreise finden sich in der Brigittenau um 3.290 Euro (+/- 0,0%), in Ottakring um 3.129 Euro (-5,6%) und in Simmering mit 3.081 Euro (+0,6%).
Somit haben in 14 Bezirken die Quadratmeterpreise angezogen und in acht
 nachgegeben – Brigittenau rührte sich nicht vom Fleck.

Der offizielle Schnäppchentipp

„Nimmt man das günstige Viertel der Quadratmeterpreise pro Bezirk, dann finden sich die Schnäppchenflächen – unabhängig von Zustand und Umfeld – in den Bezirken 16, 14, 20, 7 und 11, und das sogar billiger als noch vor einem Jahr“, verrät Mag. Anton Nenning. Jeweils ein Viertel aller Wohnungen kostete pro Quadratmeter in Ottakring weniger als 2.117 Euro   (-15,1%), in Penzing weniger als 2.441 Euro (-20,8%), in Brigittenau weniger als 2.464 Euro (-7%), in Neubau weniger als 2.628 Euro (-34,0%) und in Simmering weniger als 2.651 Euro (-3,5%).
„Die billigsten Wohnflächen in Wien, statistisch gesehen die billigsten 25% in den billigsten fünf Bezirken, haben allesamt im Quadratmeterpreis signifikant nachgegeben. Damit sind die Preissteigerungen der letzten zwei bis vier Jahre wieder abgefedert“, so der RE/MAX-Experte.

Tausche eine Wohnung in Wien Innere Stadt gegen vier Wohnungen in Wien Ottakring
Im Wiener Ersten war eine 2018 verkaufte Eigentumswohnung statistisch typischerweise

940.858 Euro wert, jede vierte ebendort sogar mehr als 1,4 Mio. Euro.
Im 8., 19., und 9. Bezirk lag der Wert bei gut einem Drittel davon: 395.823 Euro in der Josefstadt, 385.995 Euro in Döbling und 341.705 Euro in Alsergrund. 
Für Hietzing lautet der statistische Wohnungspreis 302.257 Euro, für Wieden 299.175 Euro, für Mariahilf 284.648 Euro, Währing 276.715 Euro und Liesing 259.249 Euro.
Haarscharf unter einer Viertelmillion Euro kamen den RE/MAX Experten zufolge die Käufer im Bezirk Landstraße davon – mit einem typischen Wohnungskaufpreis von 249.955 Euro. Darunter lagen auch Wohnungen in der Leopoldstadt (241.178 Euro), der Donaustadt (229.466 Euro), in Neubau (228.928 Euro), Penzing (215.235 Euro), Hernals (211.225 Euro) Floridsdorf (211.003 Euro), Margareten (210.186 Euro) und Meidling (200.524 Euro).
Unter der 200.000 Euro-Grenze pro Eigentumswohnung schlupften noch fünf Bezirke durch:
Simmering (196.185 Euro), Favoriten (181.693 Euro), Rudolfsheim-Fünfhaus (176.432 Euro), Brigittenau (164.559 Euro) und Ottakring mit 156.121 Euro pro Eigentumswohnung.

Ein Viertel in Ottakring um weniger als 90.000 Euro

Ottakring schaffte es in den billigsten 25% auf 90.000 Euro als Obergrenze, Neubau auf 100.000 Euro und Rudolfsheim auf 105.000 Euro. In 18 Bezirken kostete ein Viertel der gehandelten Wohnungen weniger als 200.000 Euro; 215.000 Euro oder weniger in Döbling, Josefstadt und Alsergrund und 469.050 Euro in der Inneren Stadt.

Wohnungspreise im Fluss

Bei den Gesamtwohnungspreisen lagen laut RE/MAX ImmoSpiegel 15 Wiener Bezirke über dem Vorjahr, vor allem Josefstadt, Döbling, Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus, acht Bezirke dagegen darunter vor allem die Bezirke Neubau und Wieden.

Wien-Vergleich: Neubau versus gebrauchte Wohnung 
Im Schnitt 279.862 Euro war den Käufern 2018 eine Wiener Neubauwohnung wert, 213.422 Euro eine gebrauchte. Die Preissteigerung der Quadratmeterkosten betrug in beiden Fällen +6,5%. Der Neubauanteil am Gesamtwohnungsmarkt machte 22% aus.

Mehr Details zum Wiener Wohnungsmarkt, sowie Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#wien

Highlights aus den Bundesländern –
Bregenz am teuersten



Die Eigentumswohnungs-Preise in den Landeshauptstädten im Vergleich:

Typischer Eigentums-Wohnungspreis 2018Vergleich zu 20175-Jahres-Vergleich
Bregenz inkl. Bezirk277.277 Euro+9,3%+49,4%
Salzburg250.610 Euro -0,5%+25,2%
Innsbruck247.828 Euro+12,7%+26,5%
Wien 228.820 Euro +1,8%+14,8%
Linz213.974 Euro+12,6%44,9%
Graz158.519 Euro-4,4%+21,0%
Klagenfurt158.466 Euro-2,1%+9,7%
St. Pölten118.655 Euro +8,1%+33,7%
Eisenstadt u. Umgeb.114.655 Euro-0,6%+38,9%

Die Wohnungspreise haben laut RE/MAX ImmoSpiegel seit 2013 im Fünf-Jahres-Vergleich vor allem in Bregenz (+49,4%) und Linz (+44,9%) zugelegt.

Die teuersten Wohnbezirke außerhalb von Wien

Unter den zehn teuersten Bezirken bei den Eigentumswohnungen finden sich sieben in Wien, dazwischen tauchen nur die Bezirke Kitzbühel auf Rang 4., Dornbirn auf Rang 9 und Bregenz auf Rang 10 auf.
Landeck findet sich auf Platz 12, Feldkirch auf Rang 14 und Bludenz auf 15, Salzburg-Stadt auf 16 und Innsbruck auf 18. Der 19. Platz geht an den Salzburger Flachgau und der 20. an den Pinzgau (Zell/See).

Neubau befeuert den äußersten Westen

Erstbezugs-Wohnungen boomen vor allem in Vorarlberg, ihr Anteil an allen verkauften Eigentumswohnungen macht über 42% aus, der Bundesschnitt liegt bei 24%.

B U N D E S L Ä N D E R  im Detail

STEIERMARK weiterhin vorne
Die Steiermark war 2018 mengenmäßig mit Abstand in beide Richtungen der zweitwichtigste Wohnungsmarkt hinter Wien.
8.171 Wohnungsverkäufe listet der RE/MAX ImmoSpiegel in seiner Vollerhebung aller Grundbucheintragungen 2018 für die Steiermark auf. Damit haben die Steirer um +11,2% mehr Wohnungen ge- und verkauft als 2017. Nur Vorarlberg hat prozentuell mehr zugelegt.
Wertmäßig standen dem 1,2 Mrd. Euro gegenüber, ein Plus von 10,9%.

Graz dämpft landesweite Preissteigerung
Die typischen statistischen landesweiten Wohnungs-Durchschnittspreise lagen in der Steiermark laut den RE/MAX Experten bei 144.211 Euro, um +1,6% über dem Niveau von 2017.
Weil das Preisniveau der gehandelten Wohnungen in der Stadt Graz um -4,4% zurückgegangen ist und ebendort aber mehr als die Hälfte (53,0%) aller steirischen Wohnungstransaktionen erfolgt, fallen die Preissteigerungen in den Landbezirken und Graz-Umgebung wenig ins Gewicht. Dass auch die Preise in Deutschlandsberg, der Südoststeiermark und in Hartberg-Fürstenfeld unter dem Vorjahr liegen, fällt für den Landesindex aufgrund der geringen Menge (in Summe 5,6%) wenig ins Gewicht, vor allem, wenn man bedenkt, dass alleine in Graz-Umgebung 11,6% der Landesmenge gehandelt wurde und dort die Verkaufspreise um +8,0% nach oben geklettert sind.

Grazer Wohnungen um 30% billiger als in Wien
In der steirischen Landeshauptstadt war eine typische Wohnung 158.519 Euro wert, also nur 69% des Wertes einer vergleichbaren Wohnung in Wien. Ein Viertel aller Grazer Wohnungen lag preislich unter 105.000 Euro, ein weiteres Viertel über 205.360 Euro und bei der verbleibenden Hälfte aller Wohnungen lagen die Preis genau dazwischen.
Die durchschnittliche in Graz gekaufte Wohnung war 59,7 m² groß und somit um 3,4 m² kleiner als jene in Wien. Der Preisunterschied der beiden größten Städte Österreichs rührt also vor allem von den Quadratmeterpreisen her. In Graz lagen sie 2018 mit 2.720 Euro mehr als eintausend Euro unter jenen von Wien.
Die Wohnungspreisentwicklung in Graz war bei weitem nicht so volatil wie in Wien: Plus 21,0% in den letzten fünf Jahren und +35,4% seit 2010 in Graz. Wien dagegen seit 2010 +65% und nur mehr +15% in den letzten fünf Jahren.

Wohnungspreise der steirischen Bezirke
Graz-Umgebung: 168.262 Euro (+8,0%), Graz 158.519 Euro (-4,4%), Liezen 152.159 Euro (+24,4%), Weiz 144.940 Euro (+20,1%), Leibnitz 137.037 Euro (+16,0%), Deutschlandsberg 126.706 Euro (-4,0%), Südsteiermark 105.985 Euro (-11,9%), Hartberg-Fürstenfeld 104.437 Euro (-14,3%), Leoben 98.346 Euro (+23,0%), Voitsberg 95.592 Euro (+33,1%), Murau 86.548 Euro (+31,7%), Bruck-Mürzzuschlag 84.158 Euro (+12,0%), Murtal 63.177 Euro (+8,3%).

Graz mit einem Viertel Erstbezug
Erstbezieher von steirischen Wohnungen bezahlten für ihre Erstbezugswohnung im Schnitt um +37% mehr als für eine gebrauchte. Der Anteil von Erstbezugswohnungen lag bei 22%. Die aktuellen Wohnungspreise im steirischen Schnitt: 133.121 Euro gebraucht und 182.957 Euro im Neubau oder nach Generalsanierung. 
Graz verzeichnet mit 25% Neubauanteil den dritthöchsten Wert im Bundesland, der Preisunterschied liegt bei +21%.

Mehr Details zum Wohnungsmarkt in der Steiermark, sowie Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf 
https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#steiermark

TIROL beim Wert der Wohnungsverkäufe nur hinter Wien
Tirol war unter den Bundesländern außerhalb von Wien jenes mit dem größten Transaktionswert, nämlich 1,4 Mrd. Euro, auch wenn die Steigerung beim Transaktions-volumen nur bei +0,4% lag. Bemerkenswert ist dies vor allem deswegen, weil mit 5.259 Wohnungen die Verkaufszahl gegenüber 2017 um -8,3% zurückging, vor allem in und um Innsbruck.
In Innsbruck-Land wurden laut RE/MAX-ImmoSpiegel 1.266 (-20,6%) und in Innsbruck-Stadt 1.080 (-26,6%) verkauft. Die Bezirke Kufstein mit 813 (+6,8%), Kitzbühel mit 638 (+50,1%) und Schwaz mit 627 Wohnungen (+4,8%) liegen da schon deutlich dahinter. Imst brachte es auf 325 (+3,8%), Lienz auf 216 (-7,7%), Landeck auf 179 (-6,8%) und Reutte auf 115 Wohnungen (-20,1%).

Die typischen Wohnungspreise in Tirol sind 2018 wieder um weitere +7,3% angestiegen, nämlich auf 232.162 Euro. Auf das All-Time-High von 2016 ist das noch ein Plus von 5,5%.
Den RE/MAX-Experten zufolge ins Gewicht gefallen sind vor allem einerseits die Mengensteigerung und die hohen Preise in Kitzbühel mit 367.169 Euro pro Wohnung (+4,5%) und andererseits die Entwicklung in Innsbruck (247.828 Euro, +12,7%) bzw. Innsbruck-Land (234.091 Euro, +11,9%), weil in und um Innsbruck 44,6% aller Tiroler Wohnungskäufe stattfanden.
Weitere Steigerungen verzeichneten auch die Bezirke Imst (225.007 Euro, +10,9%) und Kufstein (209.490 Euro, +5,4%).
Dagegen lag in Landeck das Wohnungspreisniveau mit 260.851 Euro (-12,4%) in etwa beim Preisniveau von 2015, in Schwaz mit 192.162 Euro (-13,0%) und in Lienz mit 147.290 Euro (-2,6%) bei jenem von 2016 und in Reutte mit 135.017 Euro (-18,5%) auf dem Preislevel von 2013.

Fünf Jahre und länger zurück
Die Wertsteigerung einer Tiroler Wohnung betrug in den letzten fünf Jahren +26,1%.
Dies vor allem aufgrund der mengenmäßigen Schwergewichte Innsbruck und Innsbruck-Land mit Werten von +26,5% und +26,8%.
Spitzenreiter im Fünf-Jahres-Vergleich ist der Bezirk Kitzbühel mit +42,7%, gefolgt von Kufstein mit +37,3%. Bezogen auf das Jahr 2010 ergibt das eine Wohnungs-Wertsteigerung im Bundeslandschnitt von +44,4%.

Kufstein bei Neubau-Anteil führend
Während 2018 im Landesschnitt 27% aller Wohnungskäufe Erstbezugswohnungen betrafen, werden für Kufstein 40% gemeldet. Innsbruck und Innsbruck-Land liegen knapp unter einem Viertel. Der Preisaufschlag für eine Neubau- bzw. Erstbezugswohnung betrug im Landesschnitt +31%.

Mehr Details zum Tiroler Wohnungsmarkt, sowie Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#tirol

OBERÖSTERREICH: 
Drittgrößter Wohnungsmarkt, dritthöchste Zuwachsraten an Wert und Menge
Die Grundbuchsgerichte in Oberösterreich registrierten 2018 laut RE/MAX ImmoSpiegel für 5.789 Wohnungseinheiten neue Eigentümer und damit um +4,5% mehr als 2017. Das ist hinter Vorarlberg und Steiermark die drittgrößte Mengensteigung unter den Bundesländern und sichert Oberösterreich den Status als drittwichtigsten Wohnungshandelsplatz (hinter Wien und Steiermark).
Der Gegenwert dieser Wohneinheiten betrug dabei 1,1 Mrd. Euro. Das bedeutet ein Plus von +8,8% zu 2017.

Linzer Wohnungsmarkt verliert an Bedeutung
In der Landeshauptstadt Linz wurden 1.129 Wohnungen gekauft, um -8,7% weniger als 2017. Das entspricht nur mehr 19,5% der Landesmenge. Damit ist der Mengenanteil der Landeshauptstadt erstmals seit Beginn des RE/MAX ImmoSpiegels 2009 auf unter 20% gefallen. Zum Vergleich: Der Höchstwert lag im Jahr 2014 sogar bei 30,5%.
Zu glauben, im Gegenzug würden die Handelsmengen in Linz-Land ansteigen, ist aber falsch: Die Mengenanteile dort pendeln seit Jahren um die 12% mit einer Bandbreite von rund 2% nach oben und unten. 2018 waren es 12,3% oder 711 Wohneinheiten, also um -17,1% hinter 2017 zurück. Drittstärkster Markt und anscheinend Nutznießer der Verlagerung war Wels (Stadt und Land) mit 776 Wohnungen (+36,6%), knapp vor Vöcklabruck (689, +15,6%) und Gmunden (674, +9,1%).

Nur mehr auf die Hälfte dessen kommt Steyr (Stadt und Land) mit 336 Wohnungen (-2,0%), dahinter liegen noch die Bezirke Braunau (271, -6,9%), Urfahr-Umgebung (234, +12,5%), Ried (204, +25,9) und mit je 180 Wohnungen Grieskirchen und Schärding. Kirchdorf schließt an mit 106 Wohnungen, haarscharf vor Perg mit 105. Das Schluss-Trio bilden Eferding (98), Freistadt (59) und Rohrbach mit 37 verbücherten Wohnungen.

Wohnungspreise in Oberösterreich: um gut die Hälfte teurer als 2010
Für eine Eigentumswohnung bezahlten typische Wohnungskäufer in Oberösterreich den RE/MAX-Experten zufolge – nach der Analyse aller Grundbuchseintragungen – im Schnitt 181.703 Euro, um +2,6% mehr als 2017. Das ist im Fünf-Jahres-Vergleich ein Sprung von +39,8% und um +56,3% mehr als 2010.
Der typische Preis der in der Stadt Linz verkauften Wohnungen lag 2018 bei 213.974 Euro und damit um +12,6% über dem Vorjahr. Im Fünf-Jahres-Vergleich bedeutet das einen Wert- und Preisanstieg von +44,9%. Weil sich aber in den Jahren davor die Linzer Wohnungspreise eher seitwärts entwickelt haben, ist das gegenüber 2010 eine Veränderung von nur +44,2%.
Die Hälfte aller Linzer Wohnungen ging um einen Kaufpreis zwischen 130.000 Euro und 287.000 Euro an neue Eigentümer, ein Viertel kostete weniger, ein Viertel dagegen mehr.

Preise der Top 5 Wohnungsmärkte in Oberösterreich:
Neben Linz sind dies Wels – dort kostete ein Wohnung 165.627 Euro (-0,4%), Linz-Land mit 195.295 Euro (-2,4%), Vöcklabruck mit 202.929 Euro (+3,6%) und Gmunden mit 167.595 Euro pro Wohnung (+6,2%).

Gleich hinter der Basilika mit einer tollen Aussicht
Das höchste Preisniveau bei Eigentums-Wohnungen in Oberösterreich herrscht nicht in Linz, sondern im Bezirk Urfahr-Umgebung, aufgrund unmittelbarer, aber ruhiger Nachbarschaft zu Linz oder der oftmals privilegierten Lage an der Donau. Der typische Preis dort: 215.281 Euro pro Wohnung (+16,6%). Das entspricht in Wien dem 14.-teuersten Bezirk, nämlich Penzing.

Freistadt hat – zumindest statistisch – einen wesentlichen Sprung nach vorne gewagt: 180.880 Euro für eine Wohnung bedeutet Rang 5 und ein Plus von +30,2%. Ried rangiert bei 172.672 Euro (+12,5%), Schärding bei 167.442 Euro (-1,1%), Steyr bei 165.372 Euro (-12,3%) und Braunau bei 161.543 Euro (+13,0%).
Exakt 160.001 Euro für eine statistisch typische Wohnung war der Kaufpreis in Perg (-17,7%), 152.344 in Eferding (-6,8%),136.295 Euro in Grießkirchen (+11,6%); 131.374 in Kirchdorf (+3,4) und nicht zuletzt 123.434 Euro in Rohrbach (-9,9%).

Innviertel zeigt höchsten Neubauanteil
Schärding (47%) und Ried (43%) liegen mit Ihren Neubau-Anteilen am Gesamt-wohnungsmarkt weit über dem Landesschnitt von 28%. Der Preisabstand zwischen Gerbraucht- und Neubauwohnung beträgt im Landesmittel +32%.

Detailwerte, Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten zum Wohnungsmarkt in Oberösterreich finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#oberoesterreich

NIEDERÖSTERREICH: -5% weniger Wohnungskäufe
In Niederösterreich wurden 2018 um -307 Wohnungen weniger grundbücherlich verbüchert als 2017. Dies entspricht in Summe 5.586 Eigentumswohnungen, das sind um -5,2% weniger als zuletzt, aber noch immer der zweithöchste Wert seit Beginn der RE/MAX ImmoSpiegel-Vollerhebung im Jahr 2009.
Der Gegenwert belief sich auf 946 Mio. Euro. Damit liegt Niederösterreich im Bundesländer-Ranking beim Verbücherungswert auf Rang sechs und bei der Anzahl der verbücherten Wohnungen nach auf Rang vier.

Eigentumswohnungen billiger als im Vorjahr
Der Durchschnittspreis einer „blau-gelben“ Wohnung lag 2018 den Berechnungen der RE/MAX-Experten zufolge bei 159.411 Euro, um -2,5% unter dem Wert von 2017. 
Die Preis-Bandbreite für eine Eigentumswohnung ist jedoch enorm: Mit 205.630 Euro im Bezirk Mödling ist Niederösterreichs Wohnungs-Hot-Spot zwar in der bundesweiten Bezirksliste nur auf Platz 34 hinter vielen Bezirken in Wien und in Westösterreich, aber mit Gmünd, Lilienfeld, Neunkirchen und Waidhofen/Thaya finden sich auf den 5 billigsten Plätzen Österreichs 4 niederösterreichische Bezirke. 

Die wichtigsten Wohnungsbezirke in Niederösterreich und ihre typischen Preise:
Mödling führt laut RE/MAX ImmoSpiegel trotz eines Rückgangs um -28,4% die Mengenstatistik mit 871 Wohnungen an und verzeichnet einen Preisrückgang von -5,3% auf 205.630 Euro. Baden dagegen – mengenmäßig in Niederösterreich die Nummer zwei – steigert die Wohnungsverkäufe um +5,3% zu 2017 und hält den Preis unverändert bei 168.478 Euro. Tulln mit 520 Wohnungsverkäufen die Nummer 3 und mengenmäßig auch mit -9,2% im Minus liegt – nach einer Preiskorrektur von -7,9% – bei 188.465 Euro, dem dritthöchsten Wert im Bundesland.
Korneuburg findet sich nach einem Zuwachs um +7,4% auf 496 Wohnungskäufe knapp neben dem Podest. Der typische Wohnungspreis bleibt mit 193.457 Euro nahezu unverändert (+0,2%) und der zweithöchste im Wiener Umland.
Der Bezirk Bruck/Leitha bringt es auf 475 Eigentumswohnungs-Transaktionen, auch um -5,6% hinter dem Vorjahr, die Preise lagen bei 160.794 Euro (-3,9%). Wr. Neustadt (Stadt und Land) verzeichnete 409 neue Wohnungseigentümer, -2,9% weniger als zuletzt. Auch die Preise bleiben um -0,9% zurück, nämlich bei 130.334 Euro. 
St. Pölten, an den Eigentumswohnungspreisen gemessen die zweitgünstigste Landeshauptstadt Österreichs, registrierte 313 Kaufakte. Das bedeutet eine Steigerung von +63,9% zu 2017 und gleichzeitig einen Rückgang um -18,1 % zu 2016. Der Grund für diese Volatilität liegt laut den RE/MAX-Experten in den Verbücherungsaktivitäten der in St. Pölten höchst agilen Genossenschaften einerseits und dem trotzdem noch immer nicht wirklich großen Markt. Wenn ein oder gar mehrere Großprojekt fertig verkauft sind und auf einen Schlag verbüchert werden, erzittert die St. Pöltner Statistik. Die Preise lagen 2018 bei 118.655 Euro, um +8,1% höher als zuletzt.

Der Bezirk St. Pölten Land bringt es 2018 auf 308 Wohnungskäufe (-13,0%) zum Preis von 184.736 Euro. Das ist der vierthöchste Wert im Bundesland und der liegt um +25,7% über dem vom 2017. Gänserndorf mit 268 Einheiten (+5,5%) um 172.847 Euro (+14,2%) folgt. Dahinter folgt Krems Stadt (inkl. Land) mit 255 Wohnungen und einem Zuwachs von +25,6% um 166.393 Euro (+5,0%). Amstetten samt Waidhofen/Ybbs und Neukirchen vermelden jeweils 179 Wohnungsverkäufe im Jahr 2018. Für Amstetten bedeutet das ein Minus von -0,6%, dagegen in Neunkirchen eines von -23,8%. Die Preise in Amstetten liegen bei 118.574 Euro (+11,5%), dagegen jene am Semmering nur bei 67.357 (+13,8%). Mistelbach kommt trotz Rückgang um -23,1% auf 143 Wohnungs-Verkäufe, auch der Preis ging um -10,3%, auf 143.061 Euro, zurück. Der Bezirk Melk schaffte mit 107 Verkäufen (-3,6%) gerade noch die magische 100er Grenze, und das zum moderaten Preis von 91.213 Euro (+11,4%).
Horn kommt auf 61 neu verbücherte Wohneinheiten, Scheibbs und Waidhofen an der Thaya auf je 56, Hollabrunn auf 53, Gmünd auf 45, Lilienfeld auf 44 und Zwettl auf 18.

Somit ist der niederösterreichische Wohnungsmarkt laut RE/MAX-Experten in 9 Bezirken gewachsen und in 12 zurück gegangen, in 9 sind die Preise gestiegen und in 12 gefallen.
Im Fünf-Jahres-Vergleich haben die Wohnungspreise in Niederösterreich um +26,5% zugelegt, seit 2010 um +53,3%. 

Geringer Neubauanteil an Verbücherungen
Wesentlich geringer als der Bundesschnitt fällt in Niederösterreich der Anteil an Neubau- und Erstbezugswohnungen aus, nämlich 13%. Die Statistik verbessern da noch Bezirke wie Korneuburg (27%), Gänserndorf (19%) und Mistelbach (19%).

Der Preisunterschied zwischen neu und gebraucht war mit 61,5% sehr hoch, wohl auch, weil vor allem in hochpreisigen Bezirken Wohnungen gebaut werden, wohingegen in Bezirken mit billigeren Grundstücken die Niederösterreicher eher Einfamilienhäuser bauen.

Mehr Details zum Wohnungsmarkt in Niederösterreich, sowie Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#niederoesterreich

SALZBURG: Beruhigung am Wohnungsmarkt
Der Salzburger Wohnungsmarkt konsolidiert sich zum zweiten Mal in Folge auf hohem Niveau: Die Verkäufe sind 2018 auf 4.055 Einheiten weiter zurückgegangen, liegen damit um -1,5% unter dem Wert von 2017 und -9,7% unter dem Rekordjahr 2016, aber über 2015 und all den Jahren zuvor.
Der Gesamtwert der 2018 verbücherten Wohnungstransaktionen belief sich zum dritten Mal in Folge auf 1,0 Mrd. Euro.

Der Ballungszentumsanteil, also der Mengenanteil von Stadt und Flachgau am gesamten Bundesland-Wohnungsverkaufs-Kuchen betrug 2018 nur 57,9%, blieb also zu 2017 nahezu unverändert niedrig. In den meisten Jahren seit dem ersten RE/MAX ImmoSpiegel 2009 lag er bei 60-63%.

Stadt und Pongau retten Verkaufszahlen
So verzeichnete 2018 die Stadt 1.491 Wohnungskäufe (+5,2%), der Flachgau 855 (-10,3%), der Pinzgau 701 (-12,8%), der Pongau 645 (+21,5%), der Tennengau 267 (-18,1%) und der Lungau 96 (+12,9%).

Die Preisentwicklung der Salzburger Wohnungswelt ist für Salzburger Verhältnisse völlig unspektakulär: 231.228 Euro kostete den RE/MAX-Experten zufolge statistisch eine Wohnung im Bundesland, um 2.254 Euro mehr als 2017.
In der Stadt wiesen den RE/MAX-Experten zufolge die Grundbuchdaten 250.610 Euro als typischen Kaufpreis aus, um -0,5% weniger als 2017. Salzburg-Umgebung kam auf 244.314 Euro pro Wohneinheit (+2,3%), der Bezirk Zell am See auf 243.950 Euro (+3,4%), Hallein auf 214.043 Euro (+11,8%), St. Johann im Pongau auf 184.324 Euro (+0,9%) und Tamsweg auf 160.901 Euro, das entspricht einer Wertsteigerung von 2,0%.

Die Basis macht die Statistik
Somit haben die Eigentumswohnungspreise landesweit nur um +1,0% angezogen, was nach den Preissprüngen zwischen 2010 bis 2013 zum bundesweit drittniedrigsten Preisauftrieb im Fünf-Jahres-Vergleich (+21,0%) führt, wohingegen der Vergleich auf Basis 2010 den vierthöchsten (+53,8%) im Bundesländervergleich ergibt.

Hervorgetan in diesem Sinn haben sich in den Jahren 2010 bis 2012 der Flachgau und die Stadt mit exorbitanten Preissteigerungen, die sich jetzt noch immer mit einem Preisplus von 66-69% seit 2010 zu Buche schlagen. Hingegen liegen die Steigerungsraten im Fünf-Jahres-Vergleich ebendort nur mehr bei 25-32 %.

Ein Viertel und die Hälfte beim Neubau
25% aller Salzburger Wohnungskäufe wurden 2018 als Erstbezugsimmobilien identifiziert. Sie waren im Schnitt um +50% teurer als eine gebrauchte Wohnung. So kostete eine Neubauwohnung im Schnitt 309.000 Euro und eine bereits einmal Bewohnte um -103.000 Euro weniger.

Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten und weitere Details zum Wohnungsmarkt im Bundesland Salzburg finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#salzburg

VORARLBERG
Vorarlberger Wohnungsmarkt wächst stärker als überall sonst
Seit 2009 war der Vorarlberger Wohnungsmarkt immer bedeutender als der Kärntner. 2017 herrschte Gleichstand. 2018 hat sich das westlichste Bundesland vom südlichsten wieder abgesetzt und deutlich mehr Wohnungstransaktionen durchgeführt. 3.147 an der Zahl und um +11,5% mehr als zuletzt. Diese Steigerungsrate ist übrigens die höchste im Bundesvergleich, noch vor der Steiermark! 869 Millionen Euro flossen laut RE/MAX ImmoSpiegel aufgrund dieser Transaktionen zugunsten der Verkäufer, um ein Fünftel mehr als 2017 – ein deutlich sichtbares All-Time-High!

Champions-League
Die Wertsteigerungen pro Wohnung sind einzigartig im Bundesvergleich: +9,2%, und damit nochmals um ein Viertel höher als bei den Tiroler Nachbarn.

So kostete eine Vorarlberger Wohnung 2018 in der Regel 267.569 Euro, in Bludenz 254.314 Euro (+2,7%), in Feldkirch 254.740 Euro (+1,2%), in Bregenz 277.277 Euro (+9,3%) und in Dornbirn 281.258 Euro. Dort betrug die Kaufpreissteigerung zum Vorjahr satte +23,2%. Mit diesen Preisen spielt das gesamte Bundesland Vorarlberg in einer Liga mit dem teuersten Drittel der Wiener Wohnungsbezirke (1, 8,19,9,13,4,6,18) und über dem Niveau der Landeshauptstädte Innsbruck und Salzburg. Einzig Landeck und Kitzbühel finden sich noch in diesem exklusiven Preisumfeld.

Feldkirch übernimmt Führung
Die Mengenverteilung auf die Vorarlberger Bezirke gestaltete sich folgendermaßen: 
Bludenz drehte 429 Wohnungen (+25), Dornbirn 745 (-82), Bregenz 957 (+111) und Feldkirch erstmals als Vorarlberger Bezirk mit mehr als 1000 Einheiten: 1016 Wohnungen (+271) wurden im Grundbuch 2018 verbüchert!

Wie phänomenal sich der Vorarlberger Wohnungsmarkt nach allen Kriterien entwickelt hat, zeigen 3 Zahlen: die Verkäufe stiegen im Fünf-Jahres-Vergleich um zwei Drittel (+66,1%), die Preise um +42,4%. Das ergibt als Produkt beim Wert der gehandelten Wohnungen einen Sprung von 445 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 869 Mio. im Jahr 2018, also eine Steigerung von +97,7%

Multiplikator-Effekt bei Neubau
Ein Teil der statisch massiv steigenden Eigentumswohnungspreise in Vorarlberg erklärt sich aus der Neubautätigkeit. In keinem anderen Bundesland werden prozentuell so viele Neuwohnungen gehandelt wie in Vorarlberg: 42% im Landesschnitt. Kärnten als Nummer zwei kommt nur auf 31%.
Schon der Kaufpreis für eine gebrauchte Wohnung ist in Vorarlberg mit 224.914 Euro um mehr als 10.000 Euro höher als in Tirol oder Wien. Der Preisabstand von einer neuen zu einer gebrauchten Wohnung ist im Ländle mit +37% nicht der allerhöchste, aber in der Spitzengruppe. Das alles ausmultipliziert ergibt die höchsten Neubaupreise im Bundesgebiet (321.359 Euro) und in Summe die höchsten Durchschnittswohnungskosten in Österreich.

Mehr Details zu den Vorarlberger Wohnungspreisen, sowie Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#vorarlberg

KÄRNTEN 
Luxusneubauten am Wörthersee fehlen 2018
Mit 2.757 verbücherten Wohneinheiten lag Kärnten 2018 zahlenmäßig um -2,3% hinter dem Rekordjahr 2017, aber über allen anderen Jahren vorher. Immerhin wurden 2018 in Kärnten um +79% mehr Wohnungen an neue Eigentümer übergeben als 5 Jahre zuvor.
Auch der Wert der verkauften Eigentumswohnungen war der zweihöchste der Geschichte: 478 Mio. Euro, wenngleich um -12,1% weniger als zuletzt.
Gleiches gilt für die Kärntner Wohnungspreise: Mit 157.347 Euro lagen sie im Mittel um5,4% unter dem Wert von 2017, aber höher als in den Jahren davor.

4 von 5 Wohnungskäufen in und um Klagenfurt oder Villach
Der dominierende Markt war mit 1.082 Wohnungskäufen jener der Stadt Klagenfurt. 39,2% vom Bundeslandaufkommen macht alleine die Landeshauptstadt. Zusammen mit den 398 verbücherten Wohnungen in Klagenfurt-Land und jenen 685 in Villach und Villach-Land steigert sich der Anteil des Zentralraumes auf sagenhafte 78,5% aller Wohnungskäufe in Kärnten.
Als typische Wohnungspreise dokumentierten die RE/MAX-Experten in Klagenfurt 158.466 Euro, um -2,1% unter dem Vorjahresniveau. Klagenfurt-Land war, bedingt durch den Wörthersee, das teuerste Kärntner Platzerl mit im Schnitt 174.609 Euro pro Wohnung. Zwar zeigt der Preisvergleich zum Vorjahr dort ein Minus um -39,6%, dem aber bedingt durch Luxusappartements- 2017 ein ebensolches Plus gegenüber steht. So ergibt sich für den Bezirk Klagenfurt-Land 2018 zu 2016 eine statistische Preissteigerung von nur +0,8%. Für Villach-Stadt zusammen mit Villach-Land ergibt sich aufgrund der Wertsteigerung um +4,0% einen Schnittpreis von 165.226 Euro.
Der Bezirk Spittal registrierte 2018 nur 247 Wohnungsverkäufe. Das Mengen-Minus von -137 Einheiten im Vergleich zu 2017 wirft Spittal auf das Niveau von 2013 zurück. Auch die Preise liegen mit 166.899 Euro um -12,2% unter denen von 2017 und treffen auch hier exakt das Niveau von 2013.
In den übrigen Bezirken ist Wohnungs-Wohnen weniger bedeutend: Wolfsberg vermerkt 98 Verkäufe um je 137.636 Euro (+27,3%), Feldkirchen noch 90 Käufe um je 111.598 Euro (-3,5%) und St. Veit dagegen 67 um 93.994 Euro (-6,8%). Dies ist der einzige typische Kärntner Wohnungspreis im 5-stelligen Bereich.
Völkermarkt meldet noch 62 Verbücherungen im Schnitt von 113.254 Euro und Hermagor noch 28 um 140.712 Euro.

Im Fünf-Jahres-Rückblick sind die Kärntner Wohnungspreise um moderate +12,8% gestiegen, seit 2010 um +27,8%.

Größter Preisunterschied neu/gebraucht in Kärnten.
In keinem anderen Bundesland ist der Mehrpreis für eine neue Erstbezugswohnung so hoch wie in Kärnten, nämlich +63%. Erklären lässt sich das nur teilweise damit, dass die Bautätigkeit mit 41% Mengenanteil dort besonders hoch ist, wo die Verkaufspreise ziemlich am Höchsten sind, nämlich in und um Klagenfurt. 
Echte Preistreiber bei Neubezug sind die Bezirke Feldkirchen, Wolfsberg und vor allem Spittal/Drau. Dort kosten Erstbezugswohnungen mehr als das Doppelte von Bestandswohnungen (bis +144%).

Kärntner Details zum Wohnungsmarkt, Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#kaernten

BURGENLAND
Eine von hundert Wohnungen wird im Burgenland verkauft
Wohnungen sind für das Burgenland ja nicht das allergrößte Immobilienthema. Immerhin wird bundesweit nur eine von hundert Wohnungen im Burgenland gehandelt. 539 waren es 2018. Zum Vergleich: Über alle Immobilientypen hatte das Burgenland einen Bundesanteil von 4,8%, und 7 von 100 österreichischen Einfamilienhauskäufen erfolgten im Burgenland.
Der pannonische Wohnungsmarkt war mit -14,6% im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, aber immer noch der zweitbeste der Geschichte. Der Preis blieb im Vergleich zu 2017 laut RE/MAX ImmoSpiegel mit 105.911 Euro (-0,5%) stabil. 

Landeshauptstadt und See und die Anderen
Mit 211 neuen Wohnungs-Eigentümern ist Eisenstadt samt Umgebung und Rust der wichtigste burgenländische Wohnungsmarkt. 114.655 Euro kostete dort 2018 eine typische Wohnung (-0,6%).
Der Bezirk Neusiedl kommt auf 148 Wohnungstransaktionen, Mattersburg auf 67, Oberwart auf 38, Güssing auf 28, Oberpullendorf auf 24 und Jennerdorf auf 23.
Eine typische Eigentumswohnung wechselte den Berechnungen der RE/MAX-Experten zufolge im Bezirk Neusiedl um 112.086 Euro die Eigentümer (-9,4%), und um 99.817 Euro im Bezirk Mattersburg (+9,7%).

Burgenland holt auf
Der Fünf-Jahres-Vergleich weist ein Plus von +46,7% aus, seit 2010 sogar eines von +90,9%, wohl ausgehend vom niedrigsten Niveau in Österreich. Im Jahr 2010 war eine burgenländische Wohnung nur 43% des Österreichschnitts wert, vor 5 Jahren 45% und 2018 schon 54%. Die burgenländische Aufholjagd zeigt also Erfolge.

Mehr Details zum burgenländischen Wohnungsmarkt, Tabellen und Charts mit Landes- und Bezirksdaten finden Sie https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/wohnungspreise#burgenland

SICHERE ZAHLEN aus dem GRUNDBUCH
Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die 3 wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:

  • Lückenlose Erfassung aller Verkäufe und nicht nur eines verzerrten Teils
  • Tatsächliche Verkäufe statt angebotener Immobilien
  • Tatsächliche Verkaufspreise statt Angebotspreisen

„Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch, sondern auch durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. Das zusammen ergibt letztendlich wertvolle Informationen für unsere Makler-Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH. 

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