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Europäisches Kapital fliesst in Mehrfamilienimmobilien

Mehrfamilienhäuser könnten zur führenden Assetklasse bei Immobilieninvestitionen in Europa werden

Mehrfamilienhäuser sind der zweitgrößte Sektor für institutionelle Immobilieninvestitionen in Europa und könnten schon bald die dominierende Assetklasse werden. Internationale Investoren haben Rekordsummen in Mehrfamilienhäuser in Europa investiert. Der aktuelle CBRE Report Capital Flows into European Multifamily Housing weist eine Summe von rund EUR 52 Milliarden aus, die von 2015 bis 2018 in Mehrfamilienhäuser in Europa investiert wurden. Der Report von CBRE analysiert den Ursprung des (cross-border) Kapitals und die Investoren, die in diesen rasch wachsenden Sektor investieren.

Einige Details aus dem CBRE Report

Starkes Wachstum bei Investments in Mehrfamilienhäuser in Europa und ein signifikanter Anstieg von internationalem Kapital in dem Sektor. Änderungen bei Regulationen, demographischen und strukturellen Rahmenbedingungen haben das Wachstum maßgeblich beeinflusst. In der Vergangenheit waren Investments in Mehrfamilienhäuser von nationalen Investoren dominiert, in den letzten vier Jahren haben sich die cross-border Volumina mehr als verdoppelt und lagen 2018 bei rund EUR 17,8 Milliarden.

Diversifizierung der Kapitalströme

Diversifizierung bei den Kapitalströmen, da die Quellen für grenzüberschreitende Investitionen in Mehrfamilienhäuser in Europa internationaler werden. Während die europäischen Investoren nach wie vor für den größten Anteil an Investitionen verantwortlich sind, fiel dieser allerdings von 67% im Jahr 2011 auf 50% im Jahr 2018. Die aktivsten internationalen Investoren bei europäischen Mehrfamilienhäusern sind die Nordamerikaner, diese haben ihren Anteil von 24% im Jahr 2011 auf 44% im Jahr 2018 erhöht.

Berlin, Kopenhagen und London

Berlin, Kopenhagen und London sind die attraktivsten Destinationen für grenzüberschreitende Investitionen in Mehrfamilienhäuser in Europa. In allen drei Städten gibt es einen etablierten Mehrfamilienhäuser-Immobilienmarkt bzw. eine Vielzahl an Entwicklungen in diesem Bereich. Allerdings entfielen nur rund 28% der Investments auf die Top-10-Städte, was zeigt, dass Investoren ihr Interesse nicht nur auf die großen Städte fokussieren.

Große (börsennotierte) institutionelle Investoren sind am aktivsten bei cross-border Transaktionen in europäische Mehrfamilienimmobilien. Im CBRE Report wurde festgestellt, dass europäische REIT (Real Estate Investment Trust)-ähnliche Anleger mit langjähriger Erfahrung und Aufzeichnungen zunehmend international diversifizieren und in ihren Heimatmärkten umfangreiche Portfolios aufgebaut haben. Investitionen aus Nordamerika sind ein Mix von Private Equity aus den USA und REIT-ähnlichen Unternehmen aus Canada.

Internationale Anleger bevorzugen Portfoliotransaktionen

Aus dem CBRE Bericht geht hervor, dass cross-border Investoren 62% ihres Kapitals für den Erwerb von Wohnportfolios bereitgestellt haben. Dies ermöglicht grenzüberschreitenden Anlegern, Kapital in großem Umfang bereitzustellen, Plattformen schnell einzurichten und die Effizienz zu steigern. Die Marktzugänglichkeit ist auch ein Faktor bei cross‑border Investments. Nationale Investoren haben Beziehungen zu lokalen Entwicklern aufgebaut und können einzelne Assets leichter erwerben und in ihre bestehenden Portfolios integrieren.

Markt mit großem Potential

Jos Tromp, Head of Research Continental Europe bei CBRE, erklärt: „Mehrfamilienhäuser in Europa sind ein sich entwickelnder Markt mit großem Potenzial für weiteres Wachstum. Im Jahr 2018 wurden in Europa Rekordinvestitionen in Höhe von EUR 57 Mrd. in diesem Segment getätigt. In den USA, die den ausgereiftesten Markt der Welt in Bezug auf Mehrfamilienhäuser haben, stiegen die Investitionen in diesem Segment von US‑Dollar 22 Mrd. im Jahr 2001 auf US-Dollar 175 Mrd. im Jahr 2018. Damit wurden Mehrfamilienhäuser zum dominierenden Sektor bei Immobilieninvestitionen – Europa könnte einen ähnlichen Weg einschlagen.

Wien in Top-Position

„Im Jahr 2018 konnte Wien mit einem institutionellen Investitionsvolumen von rund EUR 1,2 Mrd. den 6. Rang unter den europäischen Top Städten erreichen. Die aktuellen Zahlen für 2019 lassen ebenfalls auf ein sehr erfolgreiches Investmentjahr im Bereich der institutionellen Wohninvestments schließen. Das investierte Kapital stammt zum überwiegenden Teil aus dem Ausland (69% im Jahr 2018). Bei den internationalen Investoren dominieren traditionellerweise die Deutschen. Aber auch Investoren aus Frankreich, der Schweiz und den USA finden am Wiener Markt derzeit attraktive Wohninvestmentprodukte, vor allem im Neubaubereich, vor. Besonderes Interesse zeigen institutionelle Investoren an größeren Wohnimmobilienportfolios, wenn solche – wie aktuell – in Österreich auf den Markt kommen“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich.

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