Werbung

Bodenfraß stoppen, Leerstände nutzen und baukulturelles Erbe gezielt fördern

Eine Studie der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ



„Die Schaffung von Nutzraum darf in historischen Altbau-Substanzen nicht teurer sein als die gleiche Kubatur Neubau auf der grünen Wiese“, fordert Gottfried Kneifel, Geschäftsführer der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS). Solange Neubauten auf „der grünen Wiese“ noch wesentlich günstiger zu errichten sind, als die Restaurierung von historischen Bauten in den Ortskernen kostet, werde der rasante Bodenfraß mit allen negativen Folgen für Wetter und Klima fortgesetzt. Deshalb sei auch die OÖ-Raumordnungsnovelle von Landesrat Markus Achleitner zu begrüßen.

Kneifel zitiert aus einer aktuellen IWS-Studie dazu Zahlen und Fakten: In Österreich stehen derzeit fast 38.000 unbewegliche Denkmale rechtskräftig unter Denkmalschutz. Davon stehen mehr als 12.500 im Eigentum von Privatpersonen, 10.900 im Eigentum von Gemeinden und 10.100 im Besitz von Kirchen, Religionsgemeinschaften und Klöstern.

Die historischen Altbestände in Privateigentum könnten rasch einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden, wenn völlig überholte Normen, Bauvorschriften und bürokratische Hürden gelockert und einige steuerliche Anreize für Eigentümer und Investoren geschaffen werden. IWS-GF-Kneifel konkret: „Bürokratie und Kostenrisiko müssen soweit reduziert werden, dass sich Investoren eher für die Nutzung eines denkmalgeschützten Altbaus im verbauten Gebiet entscheiden, statt am Rande einer Gemeinde landwirtschaftlichen Boden zu verbrauchen.“

Derzeit wird in Österreich täglich eine Fläche von 12 Hektar verbaut – in Oberösterreich noch wesentlich mehr. Diese Entwicklung ist wesentlich dynamischer als das Bevölkerungswachstum. Die Renovierung und weitere Nutzung von Altbauten wäre auch ein Signal gegen die rasante Bodenversiegelung und ein konkreter Beitrag zur Schaffung lohnintensiver Arbeitsplätze, für die Nutzung schon bestehender Infrastruktur und ein großer Schritt zur Belebung von Orts- und Stadtkernen.

Dazu fordert die IWS-Studie:

  • Abschaffung der Liebhaberei-Verordnung
  • Sonderausgaben-Regelung für den Eigentümer, wenn er in einen Altbau investiert
  • Investitionsförderungen und Kreditgarantie für Restaurierungsprogramme
  • Abschaffung der Grundsteuer für denkmalgeschützte Objekte nach dem Grundsatz „wenn ein Bauwerk im öffentlichen Interesse erhalten bleiben soll, muss die öffentliche Hand auch dafür einen Beitrag leisten und darf den Eigentümer damit nicht alleine lassen“.

Mehr zu diesem Thema

Gerichtsbetrieb und Fristen während Covid-19

Die momentane Krise hat zahlreiche Auswirkungen auf Gerichtsbetrieb und Fristen....
Mehr erfahern

Colliers International: Wie COVID-19 den Immobilienmarkt beeinflusst

Das Corona-Virus zieht derzeit die ganze Welt in seinen Bann....
Mehr erfahern

Investieren trotz Corona – Krise. Marktanalyse der trivium Immobilien Investment Gruppe

Die aktuelle Situation stellt uns alle privat und wirtschaftlich vor...
Mehr erfahern

Teilen Sie Ihr Lesevergnügen...!?

Zeigen und diskutieren Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Followern auf LinkedIn oder Facebook.

Auf Facebook teilen

Auf LinkedIn teilen


Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Immobilien-Redaktion wiedergeben. Unter Pressemeldungen veröffentlichen wir aktuelle Aussendungen verschiedener Branchenteilnehmer oder der APA. Damit wollen wir dem Bedürfnis unserer Leser und Leserinnen nach laufenden Informationen Rechnung tragen. Diese Seite stellt also keine redaktionellen Artikel der Immobilien-Redaktion dar und die Inhalte geben in einigen Fällen auch nicht die Meinung der Immobilien-Redaktion wieder.



Holen Sie sich unseren Newsletter