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Rund um den Globus

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Auch wenn Superreiche besonders schön wohnen, hegen sie doch auch Auswanderungsgelüste. Eine Studie von Knight Frank zeigt, in welchem Land sie am unzufriedensten sind. Eine weitere Studie setzt sich damit auseinander, wo sie am liebsten „urlauben“, und eine Untersuchung von REGUS zeigt, wie lange ein Normalsterblicher in seinem durchschnittlichen Berufsleben in die Arbeit fährt. Und das ist ziemlich lang.

167.699 „Ultra High Net Worth Individuals“ (UHNWI) soll es laut „The Wealth Report 201“ von Knight Frank geben– das sind sozusagen die besonders Reichen dieser Welt; also Personen, die– inklusive Immobilien– mindestens 30 Millionen US-Dollar besitzen. Die meisten UHNWIs gibt es in den USA, gefolgt von Japan, und dann kommt schon Deutschland. Untersucht man allerdings, in welchen Städten es die meisten UNHWIs gibt, dann stehen Singapur und New York an der Spitze, an dritter Stelle folgt Hongkong. Die Superreichen haben meist auch Wohnsitze in mehreren Ländern, und nicht wenige denken darüber nach, wegen erwartbarer politischer oder wirtschaftlicher Unsicherheiten in ihren Heimatländern auszuwandern.

Und wo zieht es sie hin? Vor allem in die USA (New York) und nach UK (London). Wie nicht anders zu erwarten, sind die UHNWIs in Russland am unzufriedensten, von dort wollen 37% auswandern, und viele andere haben es schon getan. Am glücklichsten sind sie in Australien, denn dort wollen fast alle (94%) bleiben.

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Wo Superreiche am liebsten urlauben

Urlauben in der eigenen Immobilie hat natürlich für die besonders Reichen dieser Welt eine andere Bedeutung als für unsereins. Während für den Österreicher eine Ferienimmobilie in Kroatien oder Spanien als das Urlaubsdomizil gilt, sehen das die UNHWIs ganz anders– und sie bleiben auch gerne unter sich. Da bietet sich eben eine Insel an, weil nicht jeder dorthin kommen kann. Yolande Barnes, Director, Savills World Research: „Für die Reichen der Welt sind die exklusivsten und seltensten Besitztümer das Maß aller Dinge– die Inselimmobilie ist die perfekte Ergänzung zum Luxusapartment in der gefragten Metropole.“ So liegen– laut einer Publikation von Candy Candy, Savills World Research und Deutsche Asset Wealth Management– die Bermudas auf dem ersten Platz der Top-20-Inseln der Welt für sehr vermögende Immobilienanleger. Auf den weiteren Rängen finden sich die Bahamas, die britischen Virgin Islands, Antigua und an fünfter Stelle Europas sicherer Hafen, die Kanalinseln. Ebenfalls im Ranking der Top-20-Inseln vertreten sind die sonnenverwöhnten nordamerikanischen Inseln Hawaii, Florida Keys, Nantucket und Martha’s Vineyard. „Die vergangenen zehn Jahre waren das Jahrzehnt der Investitionen in erstklassige städtische Immobilien. In den kommenden zehn Jahren werden wir ein zunehmendes Interesse an Inselimmobilien und an Insel-Lifestyle sehen“, sagt Barnes.

Welche Städte zählen zu den Global Cities?

Die Globalisierung wirtschaftlicher Aktivitäten ist eng mit der urbanen Dynamik verknüpft. Durch die Zunahme der weltweiten Vernetzung und die Beschleunigung des ökonomischen Austausches kommt einigen ausgewählten Städten, den so genannten Global Cities, eine neue strategische Rolle zu. Dort konzentrieren sich Hauptverwaltungen nationaler und multinationaler Unternehmen, Banken und spezielle wissensintensive Dienstleistungen wie Finanz- und Rechtsberatungen. Im Vergleich zu den bisherigen urbanen Zentren beschränkt sich deren Bedeutung nicht mehr auf das regionale oder nationale Umfeld, sondern sie sind zunehmend global ausgerichtet. Laut der GaWC-2014-Studie sind die Global Cities– in dieser Reihenfolge– London, New York, Hongkong, Paris und Singapur.

Der Weg zur Arbeit

Ein Thema, das sich für die Superreichen dieser Welt nicht stellt, ist der klassische Weg zur Arbeit. Eine Studie von REGUS hat diesen nun ermittelt und festgestellt, dass jeder fünfte Arbeitnehmer weltweit täglich mehr als 90 Minuten Fahrtzeit braucht, um von zu Hause zur Arbeit und wieder zurück zu kommen. Im weltweiten Durchschnitt beträgt die aufgewandte Zeit pro Richtung 25 Minuten. Spitzenwerte verzeichnen China, Japan und Indien, wo die Pendler im Schnitt 33, 32 bzw. 29 Minuten zum Arbeitsplatz brauchen. Die besten Bedingungen für beruflich mobile Personen sind in Kanada und den USA vorzufinden, wo die durchschnittliche Fahrzeit nur 16 Minuten pro Richtung ausmacht.

Und die Österreicher? Die durchschnittliche Fahrzeit von zu Hause zum Arbeitsplatz beträgt 24 Minuten, ergo 48 Minuten reine Fahrzeit pro Tag. Rechnet man mit 225 Arbeitstagen pro Jahr (365 Tage minus Samstag/Sonntag, minus 10,5 Feiertage minus 25 Tage gesetzl. Urlaub), so ergibt das 180 Stunden reine Fahrzeit jährlich. Das entspricht 7,5 Tagen zu 24 Stunden oder 22,5 Tage zu acht Stunden. In 40 Jahren Erwerbstätigkeit wären das 300 volle Tage bzw. 900 Arbeitstage.

Medizinischen Studien zufolge kann Stress durch Pendeln zu erhöhtem Blutdruck, Erkrankungen des Bewegungsapparats, erhöhter Aggressivität und negativen Auswirkungen auf die kognitive Leistung führen. Manchmal ist es eben nicht nur die Arbeit …

Ein Beitrag von:

Walter Senk Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.

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