Home 2011 Juli

Wien ist anders …

Drei bemerkenswerte und teilweise auch ungewöhnliche Entwicklungen, die derzeit auf dem Wiener Büromarkt stattfinden, geben einen interessanten Einblick in den heimischen Immobilienmarkt. Sie zeugen von Stabilität und Umdenkprozessen und sie zeigen, wie der Wohnungsmarkt partiell den Büromarkt beeinflusst.

Wohnung trägt Haus

Wie könnte Wohnraum geschaffen werden, wenn die Wohnung zu klein wird? Ganz einfach– mit einem Anbau, der wie ein Rucksack von außen vor ein Fenster gehängt werden kann und dadurch einen zusätzlich begehbaren Raum bietet. Das erste „Rucksackhaus“ wurde auch schon realisiert, und zwar von dem Architekturkünstler Stefan Eberstadt, der es an ein ganz normales Wohnhaus in Bamberg „angehängt“ hat.

Hinter den Kulissen

Die Immobilienbranche– vor allem Makler und Hausverwalter– hat in der Öffentlichkeit manchmal einen schlechten Ruf. Hinter den Kulissen allerdings erfolgt ein großer Paradigmenwechsel, dessen Ziel ein neues positives Image ist. Die Kunden nehmen diese Entwicklung noch nicht so wahr, aber sie verändert die gesamte Branche nachhaltig.

Dynamic Architecture

Vier Außenwände, ein paar Fenster, eine Tür und ein Dach– so sahen typische Häuser einmal aus. Doch diese Zeiten sind nach Architekt David Fisher gemäß seiner Idee der „dynamic architecture“ nun endgültig vorbei. Er sieht die Zukunft von Hochhäusern in einem Projekt namens „Rotating Tower“, das neben den Vereinigten Arabischen Emiraten vor allem in London, Paris, New York oder Moskau umgesetzt werden könnte. Um die ikonische Bedeutung dieser Gebäude zu unterstreichen, gibt es gleich drei futuristische Aspekte, die Realität werden sollen.

Wofür wir Wohnungen brauchen

Dient eine Wohnung tatsächlich der Befriedigung des Wohnbedürfnisses oder nur der Kompensation eines falschen Lebenskonzepts? Warum wir eine Wohnung kaufen, hat oft ganz andere Gründe, als wir denken.

Für morgen statt von gestern

Die einzig gültige Antwort auf die Frage, wie viel Energie verträglich ist, muss sein: weniger Energie. Österreichweit könnte durch die energetische Optimierung von Wohnflächen jährlich rund eine Milliarde Euro an Energiekosten eingespart werden. Beim Klimaschutz kommt der Immobilienwirtschaft daher eine wichtige Bedeutung zu. Die Branche ist sich dieser Herausforderung bewusst - beim Altbau und beim Neubau.